| Samstag,
8.5.2004 |
Wölfe
feiern Deutsche Vizemeisterschaft |
|
Dienstag, 4.5.2004 |
Wölfe
wollen Vizemeisterschaft mit Sieg über neuen Meister feiern |
|
Samstag, 17.4.2004 |
Wölfe
ohne "Stich" beim Titelverteidiger |
|
Mittwoch, 14.4.2004 |
Gute
Ausgangsposition für den Rückkampf herausboxen |
|
Samstag, 20.3.2004 |
Das
"Wunder von Chemnitz": Wölfe stehen nach 15:9-Sieg im
DM-Finale |
|
Samstag, 6.3.2004 |
Ersatzgeschwächte Wölfe unterlagen in Berlin mit
10:14 |
|
Montag, 23.02.2004 |
KG
Wolfenbüttel/Braunschweig zieht Staffel zurück |
|
Sonntag, 22.02.2004 |
Fanbus
fährt zum DM-Halbfinale bei Hertha BSC Berlin |
|
Samstag, 7.2.2004 |
Wölfe
bezwingen BC Eichstätt mit 13:10 und sichern sich Einzug ins DM-Halbfinale |
|
Samstag, 31.1.2004 |
Wölfe unterliegen in Velbert
mit 11:13 |
|
Montag, 26.1.2004 |
Noch freie Plätze im Wölfe-Fanbus
nach Velbert |
|
Sonntag, 18.1.2004 |
Ergebnisse des 4. Kampftages |
|
Sonntag, 21.12.2003 |
Ergebnisse des 3. Kampftages |
|
Samstag, 20.12.2003 |
Bundesliga-Saisonverlauf
bis zum Ende geplant |
|
Samstag, 6.12.2003 |
Wölfe unterliegen dem Velberter
BC nach kämpferisch starker Leistung mit 11:13 |
|
Montag, 1.12.2003 |
Wölfe mit Heimpremiere gegen
Titelverteidiger Velbert |
|
Samstag, 22.11.2003 |
Wölfe triumphieren beim Erstligaauftakt
in Eichstätt mit 13:11 |
|
Dienstag, 18.11.2003 |
Die Bundesliga-Ansetzungen
der Hauptrunde |
|
Dienstag, 18.11.2003 |
Wölfe-Saisonauftakt am 22.11.
in Eichstätt |
|
Mittwoch, 29.10.2003 |
Neue Bundesligatermine durch den Ausstieg des BC Singen |
|
Donnerstag, 21.08.2003 |
BCC 94-Vorstand entscheidet für Start in der 1. Bundesliga |
|
| 8.5.2004
- Chemnitz
Wölfe feiern Vizemeisterschaft - Gratulation
dem alten und neuen Meister - Viele offene Fragen nach dieser Ligasaison
Alles war angerichtet für ein würdiges DM-Finale im Audi
Zentrum Chemnitz, auch das Einsiedler Freibier für die treuen Fans stand
nach Kampfende zum Feiern bereit. Sportlich war der "Dampf"
nach der 8:16-Hinkampfniederlage der Wölfe zwar raus, doch die Sachsen
wollten zeigen, dass sie in Velbert unter Wert geschlagen wurden. Allerdings
schon nach dem zweiten Kampf, der mit einem Sieg von Jürgen Demin über
Rene Häußel endete, ließen die Velberter Fans ihre Meister-T-Shirts frei.
Mit diesem geschickten Schachzug gelang den Velbertern eine schnelle Vorentscheidung.
Auch
die Mädels vom Zschopauer City-Ballett boten im Ring Augen- und Ohrenschmaus
der charmanten Art.
Am Ende der Bundesligasaison lagen sich nach dem 13:11-Auswärtssieg des
VBC 22 denn auch die Aktiven beider Mannschaften zur Ehrung des alten
und neuen Deutschen Meisters in den Armen. Dennoch war dieses Bild trügerisch,
denn eitel Sonnenschein herrscht derzeit nicht im deutschen Ligawesen.
ABVS-Präsident Dr. Michael Bastian nahm im Auftrag des DBV die Meisterehrung
vor und überreichte unter dem Jubel der Velberter Fans den "Eugen-Böhm-Pokal"
zusammen mit Europameister Vitali Tajbert an den Velberter BC 22. Die
Velberter gönnten ihrem "Pott" faktisch nur einen kleinen Ausflug
nach Sachsen und nahmen den Pokal wieder mit ins Bergische Land.
Offen aber bleibt, wieso der DBV nicht in der Lage war, rechtzeitig die
Meisterschaftsurkunden für die Ehrung zuzustellen? Vorstandsmitglieder
konnten die Frage vor Ort nicht beantworten, da Chemnitz für sie keine
Reise wert war. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass DBV-Vorstandsmitglieder
bei jedem Erstligakampf anwesend waren. Man dürfte lange suchen müssen,
um einen deutschen Sportverband zu finden, der ähnlich teilnahmslos das
Finale der Mannschaftsmeisterschaft verfolgt.
Überhaupt konnte man sich im Umfeld der Ligasaison des Eindrucks nicht
erwehren, dass die Bundesliga das fünfte Rad am Wagen im DBV zu sein scheint.
Massenweise Ungereimtheiten führten in der Saison zu verhärteten Fronten
zwischen den Bundesligavereinen und dem DBV. Rückzüge von Singen, Cottbus
sowie der KG Wolfenbüttel/Braunschweig machen nur die Spitze des Eisberges
an Problemen deutlich, die nun bereits in der zweiten Saison massiv auftraten.
Die Argumente im Vorfeld der Saison, den Olympiakandidaten u.a. aufgrund
von Terminproblemen und Trainingsaufbau eine Ligateilnahme zu untersagen,
hatte zwar nachvollziehbare Grundlagen, wurden aber in der realen Umsetzung
seitens des Verbandes im Verlauf der Saison ad absurdum geführt.
Nicht nur Velberts Liga-Manager Uwe Radke, der gleichzeitig gewählter
Sprecher der Bundesligavereine ist, fordert, dass die besten deutschen
Boxer auch in einer eingleisigen Bundesliga boxen sollten. Auch über eine
Wiedereinführung der neunten Gewichtsklasse sollte nachgedacht werden.
Dies sind nur einige Forderungen, welche auch von den anderen Ligavereinen
mitgetragen werden. Doch leider suchen die DBV-Verantwortlichen statt
eines notwendigen Dialoges nur eine Hinhaltetaktik. Zudem fühlen sie sich
durch Vorschläge und Anregungen angegriffen, wie aus einem Schreiben vom
23. März an die Bundesligavereine hervorgeht.
Man kann im Interesse des olympischen Boxens nur hoffen, dass hier ganz
schnell noch die Kurve bekommen wird. Sonst könnte es durchaus passieren,
dass bis Peking 2008 die Sportart in Deutschland nicht mal mehr diesen
Namen verdient. Doch das will von all denen, die sich aktiv für eine Stabilisierung
des Ligabetriebes einsetzen, sicher kein einziger! Somit sollten Vereine
und DBV endlich an einem Strang ziehen, um international konkurrenzfähig
bleiben zu können. Die Alarmglocken dürften spätestens nach nur vier Athen-Tickets
unüberhörbar läuten. Die Ligakämpfe sind auch nach Meinung von Dr. Michael
Bastian zudem ein gutes Sprungbrett für Nachwuchstalente, sich im Vergleich
mit Spitzenboxern an die Anforderungen internationaler Wettkämpfe heranzutasten.
Daran führt sicher auch in Zukunft kein Weg vorbei.
 
Velberts "Pott"- Freuden (li.) und ein glücklicher Vizemeister
von den Chemnitzer Wölfen
Sportlich brachte der Final-Rückkampf keine Überraschungen.
Der taktisch kluge Schachzug der Velberter, Jürgen Demin ins Feder zu
nehmen, ging auf und somit blieb ein erhoffter Wölfe-Sieg im Feder nur
Spekulation. Rene Häußel zeigte zwar eine gute Leistung und Demin
war unter Druck auch anfällig, aber Häußels Druckphasen waren diesmal
einfach zu kurz.
Eine Klassepartie lieferten sich die Routiniers im Bantamgewicht. Diesmal
dominierte Zakhid Mekhtiev wieder deutlich über Vardan Zakarjan
und gab keine der vier Runden ab. Mit nur einer Saisonniederlage gegen
Zakarjan im Hinkampf war der Döbelner erfolgreichste Wölfe-Athlet. Bei
den Velbertern konnte mit Ali Ahraoui, Dimitri Serdjoek und Vitali Boot
ein Trio im Saisonverlauf ungeschlagen bleiben.
Mit Glück und Geschick konnte Araik Sachbazjan seine dritte Saisonniederlage
verhindern. Obwohl Enrico Köbbert zweimal angezählt werden musste, stand
es zehn Sekunden vor Schluss noch Remis. Erst dann machten die Punktrichter
Sachbazjan zum glücklichen Sieger.
Ohne Chance war der tapfere Thomas Möbus gegen Ali Ahraoui, der
sich allerdings mit unnötigen Mätzchen am Ende der Kampfzeit wenig Sympathien
bei den rund 400 Zuschauern einheimste.
Viel vorgenommen hatten sich Rene Benirschke und Sven Dahl.
Beide wollten den Bock endlich umstoßen. Doch alle Bemühungen nützten
nichts. Rene fehlte es an der nötigen Lockerheit und Explosivität und
Sven machte zwar Druck, aber Serdjoek hatte oft eine Hand mehr drin im
Schlagabtausch.
Im Halbschwer erhielt diesmal Alexander Golombek den Vorzug vor
Albert Wasilew. Hochmotiviert trotzte er seiner vor zehn Tagen gebrochenen
Zehe und ließ keinen Zweifel daran, wer den Ring als Sieger verlassen
würde. Der "harte Hund" wurde in seinem 100. Kampf von den Fans
zudem zum "BCC-Boxer des Tages" gewählt. Im Schwergewicht war
die Favoritenstellung Vitali Boots unantastbar. Zudem kam ab Runde eins
ein Veilchen am linken Auge von Michael Werner hinzu, was bereits
in der Rundenpause alle Aufmerksamkeit von Olaf Leib verlangte. In Runde
zwei brach dann Ringarzt Dr. Winkler den Kampf vernünftigerweise ab.
Als
Anerkennung der treuen Wölfe-Fans erhielt die Truppe von Olaf Leib eine
"Team-Torte" überreicht. Die Aufschrift "Deutscher Vizemeister
- Meister der Herzen" steht sinnbildlich für die Leistungssteigerung
des ganzen sächsischen Teams in dieser Saison, mit der man sich in die
Herzen der Fans boxte. Der Generationswechsel vor zwei Jahren wurde ohne
größeren Substanzverlust und in gemeinsamer Arbeit vieler sächsischer
Vereine gemeistert, sodass die erste sächsische Vizemeisterschaft seit
44 Jahren im zehnten Jahr des Vereinsbestehens das Ergebnis kontinuierlicher
Arbeit ist. Das absolute sportliche Highlight war sicher der Halbfinalrückkampf
gegen Hertha BSC Berlin, wo es dem Team gelang, die 10:14-Auswärtsniederlage
noch umzubiegen. Doch solche Sternstunden gelingen noch viel seltener
als ein Auswärtssieg in Eichstätt, welcher die Grundlage für den zweiten
Saisonrang bildete. Ebenso wie die Stabilität des Teams, denn mit gerade
mal zwei Wechselathleten haben die Wölfe mit nur 10 Athleten den kleinsten
Kader eingesetzt.
Doch mit den finanziellen Sorgen nach der Erstligapremiere der Wölfe fällt
ein dicker Wermutstropfen in den Feier-Kelch der Wölfe. Es ist sehr fraglich,
ob man bei den Wölfen sich ein solches Wagnis noch einmal erlauben kann.
"Sind bis zum Meldetermin im Juli nicht 70% des Saisonetats gesichert,
werden wir keine zweite Erstligasaison stemmen können", fand Wölfe-Präsident
Wolfgang Koß am Wochenende kompromisslose Worte.
| Gew.-Kl. |
Sieger |
Urteil |
Verlierer |
| - 54 kg |
Zakhid Mekhtiev (BCC 94) |
n.P. (31:11) über |
Vardan Zakarjan (Velberter BC) |
| - 57 kg |
Jürgen Demin (Velberter BC) |
n.P. (29:11) über |
Rene Häußel (BCC 94) |
| - 60 kg |
Araik Sachbazjan (BCC 94) |
n.P. (17:15) über |
Enrico Köbbert (Velberter BC) |
| - 64 kg |
Ali Ahraoui (Velberter BC) |
n.P: (33:4) über |
Thomas Möbus (BCC 94) |
| - 69 kg |
Odion Moses (Velberter BC) |
n.P. (27:13) über |
Rene Benirschke (BCC 94) |
| - 75 kg |
Dimitri Serdjoek (Velberter BC) |
n.P. (33:17) über |
Sven Dahl (BCC 94) |
| - 81 kg |
Alexander Golombek (BCC 94) |
n.P. (30:14) über |
Christian Wallot (Velberter BC) |
| +
81 kg |
Vitali Boot (Velberter BC) |
RSC (V) 2. Rd. über |
Michael Werner (BCC 94) |
In Rahmenkämpfen gab es folgende Ergebnisse:
Julien Finster (Roßweiner SV) - Sven Hackenberg (Roßweiner SV, LSP Chemnitz)
n.P.
Toni Gerkowski (BCC 94) - Taufig Haideri (Fortschritt Mittweida) RSC
1. Rd.
|
| 4.5.2004
- Chemnitz
Vizemeisterschaft des BCC 94 größter
Mannschaftserfolg im Chemnitzer Boxsport seit 44 Jahren
Wenn am Samstagabend die Premierensaison in der 1. Bundesliga
für die Wölfe zu Ende geht, werden die Wölfe mit der Deutschen Vizemeisterschaft
den größten Mannschaftserfolg im Chemnitzer Boxsport seit 44 Jahren feiern.
Damals erkämpfte der SC Motor Karl-Marx-Stadt in den Jahren 1959 und 1960
zweimal die Vizemeisterschaft gegen Serienmeister SC Traktor Schwerin.
Nach der klaren 8:16-Niederlage beim Hinkampf in Velbert
geht es für die Chemnitzer nun nur noch um eine Klarstellung der Kräfteverhältnisse.
Sie wurden in Velbert unter Wert geschlagen und kämpfen zum Saison-Halali
nun um eine Wiedergutmachung. Ob das gleich mit einem Heimsieg über den
neun Meister klappt, bleibt abzuwarten. "Es ist unser Ziel, wenngleich
ein hohes", so Coach Olaf Leib. Er kann auf das bewährte Team setzen,
welches sich nach dem Generationswechsel vor zwei Jahren prächtig entwickelt
hat. Am Samstag wird auch das Zschopauer City-Ballett für einen optischen
Augenschmaus sorgen. Gefeiert werden soll die Vizemeisterschaft im Anschluss
mit Einsiedler Freibier. "Ein Dank an unsere Fans, die uns in diese
Saison wieder toll unterstützt haben", so Wölfe-Kapitän Sven Dahl.
Natürlich möchte er auch seinen Teil mit einem Sieg im vierten Anlauf
über den holländischen Meister und EM-Viertelfinalisten Dimitri Serdjoek
beitragen. Der erste Gong im Audi Zentrum erklingt am Samstag um 17 Uhr.
Viel Zeit zum Feiern wird aber für die Aktiven und Helfer
nicht bleiben. Denn bereits am Sonntagmorgen stehen rund 30 Helfer des
Vereins bei der Premiere des "1. Chemnitzer City-Laufes" an
der Strecke und werden das Catering für die Besucher absichern.
|
| 17.4.2004
- Velbert
„Schwarzer“ Samstag für Chemnitzer
Wölfe in Velbert
Nach dem bisher großartigen Saisonverlauf hatten sich
die Chemnitzer Wölfe den Ausgang des Final-Hinkampfes um die Deutsche
Mannschaftsmeisterschaft im Boxen ganz anders vorgestellt. Doch nach der
klaren 8:16-Niederlage vor 600 Zuschauern bei Titelverteidiger Velberter
BC sind die Hoffnungen der Sachsen auf den erstmaligen Titelgewinn bereits
vor dem Rückkampf gestorben.
Bereits vor der Abreise ins Bergische stand der Kampftag unter keinen
günstigen Vorzeichen. Zum einen musste Coach Olaf Leib fiebergeschüttelt
zu Hause bleiben und wurde von Teamleiter Gerd Mecke in der Ringecke vertreten.
Zum anderen musste Halbschwergewichtler Albert Wasilew am Samstagmorgen
plötzlich absagen, da er das geforderte Limit von 81 kg nicht auf die
Waage bringen konnte. Für BCC-Präsident Wolfgang Koß eine klare Undiszipliniertheit
des Sportlers: „So kurz vorm Wettkampf darf er eine Mannschaft in so einer
Situation nicht im Stich lassen.“ Wölfe-Coach Olaf Leib weiß aber um die
derzeitigen Gewichtssorgen des 20-jährigen: „Albert muss sein Ernährungsregime
in den Griff bekommen.“ Doch die Problematik liegt wohl tiefer. Immerhin
hat auch DHfK-Heimtrainer Dr. Jochen Berger eine Teilschuld auf sich genommen,
da er durch die derzeitigen Probleme mit den Trainingsbedingungen der
DHfK-Boxer in der Olympiabewerberstadt völlig überlastet ist. „Trotz Zusatztrainings
in einer Werkstatt zu Wochenbeginn habe ich die Gewichtskontrolle des
Sportlers etwas vernachlässigt“, wachsen die Probleme dem 71-jährigen
DHfK-Sektionsleiter derzeit über den Kopf.
Was Wunder auch, wenn der DHfK-Boxsektion nur noch drei Trainingszeiten
pro Woche zur Verfügung stehen. Dienstags z.B. erst ab 20.30 Uhr. Da soll
dann ein leistungssportliches Training erfolgen, wo für den Athleten am
nächsten Morgen wieder ab 5 Uhr sein beruflichen Alltag beginnt? Von Nachwuchsbetreuung
kann da schon gar nicht mehr gesprochen werden! Was dann noch übrig bleibt,
mutet an wie eine Bestrafung! Zeiten am Freitagabend und Samstagvormittag
sind für einen Boxsportler, der am Wochenende zu Wettkämpfen antreten
muss ein schierer Witz! Hier sollten sich die Sportverantwortlichen der
Olympiabewerberstadt wohl schnellstens in die Bemühungen um eine akzeptable
Lösung einschalten und den rührigen 71-jährigen Sektionsleiter Dr. Jochen
Berger in seinem Kampf außerhalb des Ringes unterstützen.
Kurzfristig musste daher Alexander Golombek einspringen,
der seine Einsatzchance aber mit einer guten Leistung gegen Christian
Wallot nutzte. „Es gab aus meiner Sicht vier umstrittene Urteile, die
allesamt zugunsten der Gastgeber gefällt wurden. Für Golombek, Dahl und
vor allem Häußel und Mekhtiev hätte ich mir andere Urteile erhofft. Dennoch
hat die bessere Mannschaft verdient gewonnen“, war BCC 94-Präsident Wolfgang
Koß angefressen. Immerhin hatte er den Velbertern großzügigerweise zugestanden,
die Kampfreihenfolge aufgrund eines privaten Termins eines Velberter Sportlers
total umzukrempeln, was schließlich „Golo“ weniger Schonzeit nach dem
notwendigen „Abkochen“ einbrachte.
Und auch der Oelsnitzer Federgewichtler Rene Häußel
war total enttäuscht: „Ich hatte den Gegner in allen Runden im Griff.
Und dann dieses Urteil.“ Ein verzweifelter Heimcoach Stefan Baar warf
in Runde vier das Handtuch: „Einfach ein Denkzettel für das Kampfgericht,
so nicht weiterzupunkten. Rene lag ja aussichtslos hinten, obwohl er alle
Runden für sich entschieden hatte“, war Baar kaum zu besänftigen.
Noch zu sehr von der überstandenen Grippe geschwächt, musste Sven
Dahl nach zwei Runden, in denen er vorn lag, dem holländischen Meister
Serdjoek den Sieg überlassen.
Auch Rene Benirschke lag nach Runde eins gegen Odion Moses in Front,
konnte aber seine taktische Linie nicht über vier Runden durchhalten.
Seine erste Saisonniederlage musste Bantamgewichtler Zakhid Mekhtiev
hinnehmen. „Selbst die Velberter Zuschauer sprachen hier von einem Fehlurteil“,
sah Koß auch dieses Urteil als zweifelhaft an. Unstrittig hingegen die
Urteile im Halbwelter- und Schwergewicht, wo die Velberter ihrer
Favoritenstellung klar gerecht wurden.
Dennoch wollen die Chemnitzer im Rückkampf am 8. Mai
nach einer großen Saison erhobenen Hauptes und wenn möglich mit einem
Sieg die nie für möglich gehaltene deutsche Vizemeisterschaft feiern.
| Gew.-Kl. |
Sieger |
Urteil |
Verlierer |
| - 54 kg |
Vardan Zakarjan (Velberter BC) |
n.P. (19:12) über |
Zakhid Mekhtiev (BCC 94) |
| - 57 kg |
Enrico Köbbert (Velberter BC) |
Aufg. 4. Rd. über |
Rene Häußel (BCC 94) |
| - 60 kg |
Jürgen Demin (Velberter BC) |
n.P. (31:8) über |
Araik Sachbazjan (BCC 94) |
| - 64 kg |
Ali Ahraoui (Velberter BC) |
n.P. (40:9) über |
Thomas Möbus (BCC 94) |
| - 69 kg |
Odion Moses (Velberter BC) |
n.P. (20:13) über |
Rene Benirschke (BCC 94) |
| - 75 kg |
Dimitri Serdjoek (Velberter BC) |
n.P. (34:12) über |
Sven Dahl (BCC 94) |
| - 81 kg |
Christian Wallot (Velberter BC) |
n.P. (21:7) über |
Alexander Golombek (BCC 94) |
| + 81 kg |
Vitali Boot (Velberter BC) |
Aufg. 3. Rd. über |
Michael Werner (BCC 94) |
|
| 14.4.2004
- Chemnitz
Erster Finalkampf um die Deutsche
Mannschaftsmeisterschaft am Samstag in Velbert
Um eine gute Ausgangsposition für den Rückkampf am 8.
Mai in Chemnitz geht es für das Wölfe-Box-Team beim Final-Hinkampf um
die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am Samstagabend am Velberter Birth.
In bewährter Formation will Coach Olaf Leib mit seinen Mannen versuchen,
das gute Ergebnis vom Hauptrundenkampf im Januar zu wiederholen. Damals
unterlagen die Wölfe nur mit zwei Punkten. Das würde für den Rückkampf
zumindest die nötige Spannung erhalten. Fans, die sich mit auf die Reise
nach Velbert machen wollen, haben noch die Gelegenheit, einen Platz im
Fanbus unter Tel.: 5213617 zu buchen.
|
| 20.3.2004
- Chemnitz
Das "Hitchcock-Wunder von Chemnitz"
wurde wahr: Die Wölfe stehen nach einem verdienten 15:9-Erfolg im DM-Finale
500 restlos begeisterte Fans im Audi Zentrum erlebten
einen historischen Kampftag. Keiner in der Halle glaubte vor dem Kampf
daran, die 10:14-Niederlage vom Hinkampf noch drehen zu können. Doch am
Ende jubelten und sangen sie vor Begeisterung über den größten Mannschaftserfolg
des Chemnitzer Boxsportes seit dem Deutschen Vizemeistertitel im Jahre
1960.

Um es vorwegzunehmen, der Wölfe-Sieg war vollauf verdient,
wenngleich auch das nötige Quentchen Glück dabei war. Doch das hatten
die Berliner zu Hause beim Hinkampf ebenfalls auf ihrer Seite verbuchen
können. Die Berliner mussten auf Sandro Rubeca und Mathias Kempe verzichten
und setzten im Bantamgewicht ihre Hoffnungen wieder auf den Dänen Mouzafar
Makki. Ohne Frage eine Schwächung des Teams, doch die Berliner waren dennoch
siegessicher. Aber wohl auch zu siegessicher, was sich mit dem Verletzungspech
von Alfonso Fusco zudem noch rächen sollte. Doch sie waren auch faire
Verlierer und Verbandspräsident Klaus-Peter Miesner war noch vorm letzten
Urteil der erste Gratulant am Ring.

Die Wölfe mussten ihrerseits auf den erkrankten tschechischen Meister
Araik Sachbazjan verzichten, der bisher erst einmal verloren hatte. Somit
hatte der 19-jährige Christopher Wolter eine ganz schwere Bürde
zu schleppen. Aber genau mit diesem Wechsel überraschten die Wölfe den
routinierten Rene Braun. Er konnte sich anfangs nicht auf die völlig andere
Kampfesweise des Deutschen Juniorenvizemeisters aus Markranstädt einstellen.
So legte ein aggressiver Youngster bereits in Runde eins den Grundstein
für den Sieg. Erst ab Runde zwei versuchte Braun vehement, den Rückstand
zu verkürzen. Wie konzentriert aber Wolter hier agierte nötigte höchsten
Respekt ab. Immer wieder punktete er variabel aufwärts und über außen.
Und Braun biss sich an der geschlossenen Deckung die Zähne aus. Überraschend,
wie clever Wolter auch das Tempo bestimmte und immer mal wieder einen
Gang rausnahm um mit den Kräften hauszuhalten. Eine Glanzleistung, die
den Sieg mehr als rechtfertigte.
Kämpferisch top auch Rene Häußel im Federgewicht. Bereits ab Runde
eins diesmal hellwach sorgte er auch hier erstmal für klare Punktverhältnisse
gegen Vitalij Kiseljev. Allerdings konnte er im Gegensatz zu Wolter diese
Dominanz nicht ganz durchhalten und der Berliner erreichte Gleichwertigkeit.
Aber erst in der ersten Hälfte der vierten Runde dominierte Kiseljev deutlich,
doch Häußel gab nicht klein bei. Im letzten Drittel des Schlussgangs rechtfertigte
er mit drei klaren Treffern den knappen Punktsieg, der in der Höhe allerdings
nicht dem Kampfverlauf entsprach. "Ein Fehlurteil war es sicher nicht.
Häußel war auch in Berlin schon ganz nah dran", freute sich Coach
Olaf Leib, dass der Oelsnitzer nun für seinen Fleiß belohnt wurde.
Nach dem souveränen Beginn durch Zakhid Mekhtiev,
der damit auch weiterhin ungeschlagen bleibt, stieg die Stimmung im Audi
Zentrum zusehends. Die Fans trieben die Häußel und Wolter schon unaufhörlich
nach vorn. Im Halbwelter sorgte dann der Berliner Faruk Shabani aber erst
einmal für gedämpfte Stimmung bei den Wölfen. In Runde vier musste Thomas
Möbus das Kampfgeschehen abgeben und verlor verdient nach tapferer
Gegenwehr. Nun durfte nach der Pause nichts mehr schief gehen, denn dann
würde eine Entscheidung fallen, die wohl keiner herbeisehnen würde. Bei
einer Drehung des 10:14-Ergebnisses von Berlin müssten die Urteile vom
Schwergewicht beginnend für die Siegentscheidung herangezogen. Und einen
klaren Favoriten hatten die Chemnitzer wohl nur im Schwergewicht mit Michael
Werner, der bereits in der Hauptstadt klar gewann.
So nahm nach der Pause ein Spannungsbogen seinen Lauf,
der von Ringsprecher Reiner Rechenberger nicht besser hätte begleitet
werden können. Zunächst war Rene Benirschke heiß auf die Revanche
gegen Alfonso Fusco. Nach anfänglichem kurzen Abtasten ergriff Benirschke
als Erster die Initiative und lag auf den Punktzetteln in Front. Dann
kam in Runde zwei leider die Verletzung von Fusco, der mit einer Schulterluxation
den Kampf aufgeben musste. Die Phonzahl im Audi Zentrum schwoll zum ersten
Mal in Orkanstärke an und die Optimisten wagten sich aus ihren Löchern.
Viele trauten Sven Dahl einen Sieg gegen Sergej Hakobyan zu. Und
"Svenni" begann auch wie die Feuerwehr, als käme für ihn nur
ein kurzrundiger Erfolg in Frage. Doch bald sprang ihm auch "Bruder
Leichtsinn" zur Seite, was sich in Runde zwei rächen sollte. Dreimal
klar und hart getroffen, hätte er eigentlich wach werden müssen. Doch
er versuchte weiter mit Hakobyan zu spielen. Staunen bei den Fans, als
sich der Teamkapitän plötzlich in Runde drei auf seine boxerische Linie
besann. "Na da gab's aber auch Stoff von mir in der Ecke", begründete
Leib danach die Wandlung. Doch auch jetzt punktete Dahl mehr als der Berliner.
Eigentlich hätte er sich in der Schlussrunde etwas zurücknehmen können
(und sollen!), doch vor diesen vom Erfolgswunsch berauschten Fans war
das wohl schwer drin? "Svenni" boxte nochmal zwei Minuten für
die Galerie und verließ als umjubelter Sieger den Ring. Anschließend folgte
dann noch das Zuckerkrönchen mit der Ehrung zu "Sachsens Boxer des
Jahres 2003" durch ABVS-Vizepräsident Uwe Kretzschmar.
"Zweimal müssen die Wölfe noch in den Ring, dann
drehen wir das große Ding", war der Ringsprecher auch schon mitgerissen
von der sich anbahnenden Dramatik. Doch Vorsicht war geboten. Der lange
verletzte Albert Wasilew war erst sehr kurz wieder im Training
und Limit. Erst am Nachmittag in der Kabine erfuhr ja sein Ersatzmann
Alexander Golombek davon, dass er nicht boxen durfte. Also auch für Coach
Olaf Leib eine ganz schwere Entscheidung. Wer will es "Golo"
verdenken, der richtig heiß war, seit langer Zeit wieder mal vor seinem
Publikum boxen zu können, dass er an diesem Abend der "unglücklichste"
Wolf in der Halle war. Da kam wohl Andreas Hinz, der noch etwas unerfahrene
Ersatzmann auf Berliner Seite, gerade recht um "gefressen" zu
werden.
Das Staunen über die boxerische Steigerung der Wölfe war bei den begeistert
mitgehenden Fans schon lange einer Euphorie gewichen. Jetzt erwartete
jeder sogar noch eine klare Entscheidung zugunsten der Wölfe. Doch der
Thüringer Michael Werner musste gewinnen!!! Eine
Niederlage hätte das Ergebnis vom Hinkampf lediglich gedreht.
Und so begann das große Rechnen bei den Wölfen: Schwergewicht: 1:1,
Halbschwer: 1:1, Mittelgewicht?: weiter 1:1, Weltergewicht?: immer noch
1:1. Erst im Halbwelter hätte sich dann der Finaleinzug entschieden. Hier
hatten die Berliner beide Kämpfe für sich entschieden und wären
dadurch ins Finale eingezogen.
Doch da hatten die Berliner die Rechnung ohne Werner gemacht. Wie
schon in Berlin dominierte er gegen Rene Schulz von Beginn an. Im sicheren
Gefühl des "Wunders von Chemnitz" begleiteten die Fans jede
Aktion Werners mit "La Ola"-Begeisterungsrufen. Dass solche
Euphorie natürlich auch am Nervenkostüm des ebenfalls unter Erfolgszwang
stehenden Gastes nagt, ist verständlich. So ließ sich Rene Schulz am Ende
der zweiten Runde zu dreimaligem Nachschlagen nach dem Gong auf Hinterkopf
und Genick hinreißen, was den Ringrichter sofort zur Disqualifikation
veranlasste. Was nur eine konsequente Auslegung der Regeln war, überraschte
Fans wie Kämpfer gleichermaßen. "Ich hätte gern noch weitergeboxt",
so der Sieger. Selbst die Fans konnten erst nach einer "Denkpause"
jubeln, weil sie nicht deutlich erkannten, dass der Kampf beendet und
das Wunder vollbracht war. Das Urteil des Kampfes erstarb im Jubel der
Fans, die nach "Hände zum Himmel" tanzten und sich in den Armen
lagen. Ganz besonderes Feiertalent bewies Konny Werner, Vater und
Trainer des "Matchwinners", der sich sogar als "Volksdichter"
empfahl und ein spontan gedichtetes Liedchen direkt am Ring anstimmte.

Ein unvergesslicher Boxabend wohl für alle Beteiligten.
Mit dem "kleinen" Unterschied, dass die Chemnitzer noch ihren
Enkeln davon erzählen werden. Für die Berliner blieb nur die tiefe Niedergeschlagenheit
und eine sicher traurige Rückfahrt in die Hauptstadt. Und natürlich die
Wünsche auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr und auf eine "Gute
Besserung" für Alfonso Fusco.
| Gew.-Kl. |
Sieger |
Urteil |
Verlierer |
| - 54 kg |
Zakhid Mekhtiev (BCC 94) |
n.P. (44:12) über |
Mouzafar Makki (Hertha BSC) |
| - 57 kg |
Rene Häußel (BCC 94) |
n.P. (35:26) über |
Vitalij Kiseljev (Hertha BSC) |
| - 60 kg |
Christopher Wolter (BCC 94) |
n.P. (19:7) über |
Rene Braun (Hertha BSC) |
| - 64 kg |
Faruk Shabani (Hertha BSC) |
n.P. (21:19) über |
Thomas Möbus (BCC 94) |
| - 69 kg |
Rene Benirschke (BCC 94) |
RSC (V) 2. Rd. über |
Alfonso Fusco (Hertha BSC) |
| - 75 kg |
Sven Dahl (BCC 94) |
n.P. (27:10) über |
Sergej Hakobyan (Hertha BSC) |
| - 81 kg |
Albert Wasilew (BCC 94) |
RSC (Ü) 3. Rd. über |
Andreas Hinz (Hertha BSC) |
| +
81 kg |
Michael Werner (BCC 94) |
Disqu. 2. Rd. über |
Rene Schulz (Hertha BSC) |
Im Finale treffen die Wölfe auf Hauptrundengegner Velberter BC, der den
TSV Bayer 04 Leverkusen zu Hause mit 14:9 bezwang. Die genauen Termine
und Ansetzungen werden derzeit noch verhandelt.
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| 6.
März 2004 - Berlin
Ersatzgeschwächte Wölfe unterliegen
bei Hertha BSC Berlin mit 10:14 - Exorbitante Punkturteile
Ohne Halbschwergewichtler Albert Wasilew, der kurzfristig
verletzungsbedingt ausfiel, gab es für die Chemnitzer in der Hauptstadt
nichts zu holen. Das klare 10:14 ging nach mehrheitlicher Ansicht der
zahlreich mitgereisten Fans auch in Ordnung. Sie anerkannten die geschlossene
Mannschaftsleistung der Berliner, die sich allerdings auf einen heißen
Rückkampf gefasst machen dürfen. Angeschlagene Wölfe sollen bekanntlich
besonders gefährlich sein. Mit den beiden Wölfe-Siegen bleibt Zakhid Mekhtiev
in dieser Saison weiter ungeschlagen und Michael Werner kommt immer besser
in Fahrt. Gegen den besten Berliner Rene Braun musste Araik Sachbazjan
hingegen seine erste Saisonniederlage hinnehmen.
Coach Olaf Leib beklagte allerdings den ausgeprägten
Heimvorteil der Berliner, die bereits nach Runde eins oft schon klar in
Front lagen: "Daher waren wir gezwungen, unser gesamtes taktisches
Konzept umzustellen."
Das Kampfgericht aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sorgte
mit exorbitanten Punktresultaten ohnehin für reichlich Diskussionsstoff.
Mit der Aktivität der Kämpfer im Ring meinten sie es einfach zu gut. Eigentlich
müssten hier wahre Ringschlachten stattgefunden haben? Denn lag die durchschnittliche
Trefferzahl der Sieger in allen bisherigen Erstligabegegnungen der Saison
bei 19, so brachten es die Sieger in der Berliner Gehrke-Halle auf sage
und schreibe 43 Siegtreffer. Da hat die Crew um den erfahrenen Delegierten
Peter Milord wohl bei der EM in Pula etwas zu genau hingeschaut, denn
auch dort schoss die Tendenz der Punkte in diese Bereiche vor. Allerdings
eine fragliche Tendenz, denn so werden auch zweifelhafte Aktivitäten gepunktet
und Manipulationen vermehrt Tür und Tor geöffnet.
Auch wenn es einer Diskussion um des Kaisers Bart gleicht, bereiteten
den Chemnitzern die großen Punktdifferenzen großen Ärger. Diese lassen
ja eine sportliche Demontage vermuten. "Wenn Rene Häußel einem Remis
zumindest nahe ist, dann ist eine Differenz von 24 Punkten ein Unding",
konnte Wölfe-Coach Olaf Leib wenig Verständnis aufbringen.
So lagen die Wölfe beim Urteil im Schnitt mit 17 Punkten zurück. Die bisherige
Durchschnittsdifferenz aller Erstligakämpfe brachte einen Wert von lediglich
knapp 10 Punkten zustande. Da kann man dann natürlich nachvollziehen,
wenn sich der DBV für eine nicht öffentliche Wertung im Boxen ausspricht.
Die mitgereisten 40 Wölfe-Fans wären bei Kenntnis dieser Ergebnisse sicher
nicht ganz so ruhig geblieben.
Oder sollte wirklich ein technischer Fehler der Punktmaschine
vorgelegen haben, wie es Wölfe-Präsident Wolfgang Koß mutmaßte? Die Wertung
des Schlusskampfes ließe zumindest den Schluss darauf zu. Hier hatte ein
Kampfrichter die blaue Ecke mit 20 Punkten vorn gesehen, die anderen jedoch
sahen Michael Werner als klaren Sieger. Eine angemahnte Überprüfung der
Punktmaschine lehnte das Kampfgericht jedenfalls ab. Oder ahnte Peter
Milord schon, das einer der Männer in weiß einfach nur die Ecken vertauscht
hatte?
Hier die Ergebnisse:
| Gew.-Kl. |
Sieger |
Urteil |
Verlierer |
| - 54 kg |
Zakhid Mekhtiev (BCC 94) |
n.P. (39:25) über |
Rafal Kaczor (Hertha BSC) |
| - 57 kg |
Vitalij Kiseljev (Hertha BSC) |
n.P. (50:26) über |
Rene Häußel (BCC 94) |
| - 60 kg |
Rene Braun (Hertha BSC) |
n.P. (35:15) über |
Araik Sachbazjan (BCC 94) |
| - 64 kg |
Faruk Shabani (Hertha BSC) |
n.P. (36:16) über |
Thomas Möbus (BCC 94) |
| - 69 kg |
Alfonso Fusco (Hertha BSC) |
n.P. (52:23) über |
Rene Benirschke (BCC 94) |
| - 75 kg |
Sandro Rubeca (Hertha BSC) |
n.P. (43:23) über |
Sven Dahl (BCC 94) |
| - 81 kg |
Mathias Kempe (Hertha BSC) |
Aufg. 1. Rd. über |
Alexander Golombek (BCC 94) |
| +
81 kg |
Michael Werner (BCC 94) |
n.P. (46:29) über |
Rene Schulz (Hertha BSC) |
Der Rückkampf findet am 20. März um 17 Uhr im Audi-Zentrum Chemnitz statt.
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| 23.02.2004
- Chemnitz
KG Wolfenbüttel/Braunschweig zieht
Staffel aus 1. Bundesliga zurück
Nach Abschluss der Hauptrunde hat die KG Wolfenbüttel/Braunschweig
ihre Staffel aus dem Wettbewerb der 1. Bundesliga offiziell zurückgezogen.
Damit wird es keine Kämpfe um den Absteiger aus der Bundesliga geben.
In einem Brief nennt Jens-Uwe Wrede, der Chef der Kampfgemeinschaft, die
Gründe, welche leider nachvollziehbar sind. Es wird damit höchste Zeit,
dass die Ligavereine ihre Interessen gegenüber dem DBV mit Nachdruck erklären
und sich der DBV der Zukunft des Ligaboxens ernsthaft widmet. Sollte dies
nicht geschehen, wird es um den Boxsport und seine Popularität in absehbarer
Zeit noch schlechter bestellt sein als derzeit ohnehin schon.
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| 22.02.2004
- Chemnitz
Fanbus zum Halbfinal-Hinkampf um die
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bei Hertha BSC Berlin
Zum Hinkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft
am 6. März beim BR Hertha BSC Berlin wird wieder ein großer Fanbus fahren.
Abfahrt ist um 12 Uhr vom Parkplatz der Sporthalle "Am Schloßteich".
Bestellungen sind an die BCC 94-Geschäftsstelle unter Tel.: 0371-5213617
zu richten. Der Fahrpreis (incl. Eintritt) beträgt 10 Euro. Beginn in
Berlin ist um 18 Uhr.
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| 7.2.2004
- Chemnitz:
Wölfe erfüllen sich mit Sieg über
13:10 Heimsieg über Eichstätt den Traum vom DM-Halbfinale - "Alte
Dame" als Gegner im März

Es war ein historischer Tag für den Chemnitzer
Boxsport, den die 500 Fans im prall gefüllten Audi Zentrum Chemnitz miterlebten.
Der Optimismus vor dem entscheidenden Kampf um den Einzug ins DM-
Halbfinale war allenthalben groß, dass die Bayern nicht wie zum 5-jährigen
Vereinsjubiläum im Jahre 1999 diesmal den Wölfen die Siegesfeier wieder
verderben würden. Immerhin reichte der Leib-Truppe schon ein Remis für
den historischen Erfolg. Denn es ist genau 40 Jahre her, dass sich mit
dem damaligen SC Karl-Marx-Stadt (u.a. mit den Deutschen Meistern Erwin
Reinke und Hans-Jürgen Voigtländer sowie Haudegen "Manne" Sochatzy)
eine sächsische Boxstaffel für eine Meisterschaftsendrunde qualifizierte.
(Mit einem 12:4-Erfolg über den SC Traktor Schwerin sorgte damals der
SCK vor 3000 Zuschauern auf der Freilichtbühne im Küchwald für diesen
Erfolg. Die Endkampfteilnahme in Demmin wurde dem SCK allerdings durch
eine Entscheidung am grünen Tisch erst zwei Tage vorm eigentlichen Finaltermin
verwehrt.)
An diese glorreichen Zeiten des Boxsportes in Chemnitz erinnerte sich
auch "Manne" Sochatzy am Samstag noch genau, als er wie viele
alte Kämpen wieder unter den Fans weilte: "Ich bin damals umsonst
zum Finalkampf in Demmin angereist, da mir von der Vereinsführung eine
Urlaubsreise auf die Insel Rügen erlaubt wurde. Von da aus bin ich dann
mit dem Zug nach Demmin und erfuhr erst dort, dass der Finalkampf nicht
stattfindet und wir um die Finalteilnahme betrogen wurden." Der Grund
für den erfolgreichen Einspruch der Schweriner war ihm allerdings nach
40 Jahren nicht mehr in Erinnerung.
Vorm ersten Kampf begann es aber nicht reibungslos für die Wölfe.
Der Ausfall des Boxpointers war nur ein Schock
So ging es auch gleich erfolgreich für die Chemnitzer Wölfe los, wobei
die Eichstätter nach eigener Aussage mit stärkster Truppe angereist waren.
Zakhid Mekhtiev machte seine Ausnahmestellung im Bantamgewicht
deutlich und blieb gegen den sich tapfer wehrenden Andreas Kreis weiter
ungeschlagen.
Favorit Waldemar Völker begann dann gegen Rene Häußel wie die Feuerwehr,
musste aber bald spüren, dass sich der 20-jährige Oelsnitzer geschickt
mit beweglichem Konterboxen auf die wütenden Angriffe des Bayern eingestellt
hatte. Die erste Runde ging nur relativ knapp an Völker. "Rene war
diesmal schon in Runde eins hellwach", freute sich auch Stefan Baar,
sein Heimcoach beim TuS BC Oelsnitz/Erzgebirge. Das Remis war ein gerechtes
Urteil in einem tollen Fight.

Dann folgten für die Eichstätter zwei schmerzhafte "Kreuzzüge"
der Wölfe, die mit den Erfolgen im Leicht und Halbwelter den taktischen
Schachzug der Bayern durchkreuzten. Tuncay Kasim sollte diesmal dem tschechischen
Meister Sachbazjan aus dem Weg gehen und im Halbwelter für die nötigen
Teampunkte sorgen. Araik Sachbazjan siegte dabei zunächst wie erwartet
klar durch Abbruch in Runde eins über den chancenlosen Veli Dumanli, der
sich seinen ersten Ringauftritt in Chemnitz sicher anders gewünscht hätte.
Denn bereits vor elf Jahren war dem 29-jährigen kein Glück beschieden,
als er 1993 noch in der Oberliga mit dem BC Wangen in Chemnitz weilte,
aber wegen fehlender korrekter ärztlicher Untersuchung damals Startverbot
erhielt.
Dieses hätte sich Tuncay Kasim diesmal insgeheim im Nachhinein vielleicht
auch gewünscht? Der DM-Dritte riß gegen Thomas Möbus wahrlich keine
Bäume aus und wurde sogar in Runde eins wegen Kopfstoßes verwarnt. So
konnte "Möbe" in seinem 100. Kampf einen knappen aber einstimmigen
Punktsieg verbuchen. Damit stand es zur Pause bereits 7:4 für die Wölfe
und es war lediglich noch ein Remis zum Gesamterfolg nötig.
Youngster Rene Benirschke hätte dann gegen Murat Karo schon gern
den Sack zugebunden. Doch gegen den nur ein Jahr älteren schlagstarken
Ex-Frankenmeister konnte er nur selten durch die geschlossene Deckung
klar punkten. "Es war dennoch boxerisch der wertvollste Kampf des
Abends", zollte Wölfe-Coach Olaf Leib beiden Athleten ein Lob. Auch
ein starker Schlussspurt Benirschkes konnte das Kampfgericht nicht mehr
umstimmen.
Es blieb einmal mehr Staffelkapitän Sven Dahl vorbehalten, den
entscheidenden Erfolg für den DM-Halbfinaleinzug beizusteuern. In einem
jederzeit beherrschten Kampf setzte er gegen Denis Fütterer die klareren
Akzente. "Ich habe in Runde drei etwas das Feuer rausgenommen, da
ich mir sicher war. Dafür hatte ich noch genug Körner für den Endspurt",
freute sich "Svenni" nicht nur über den Sieg sondern auch über
die erneute Ehrung zum "Chemnitzer Boxer des Jahres 2003".

Über seine erste Saisonniederlage musste dann Albert Wasilew quittieren.
Zwar fiel sie mit 2:3 gegen Siegmund Thebert knapp aus, aber Albert war
nicht so spritzig wie gewohnt. Im abschließenden Schwergewicht konnte
Michael Werner, der ebenfalls seinen 100. Kampf bestritt, seinen
ersten Saisonsieg für die Wölfe landen. Der Kampf mit Andreas Grün, der
in Runde vier verwarnt wurde, verdiente zwar keinen Schönheitspreis, endete
aber einstimmig für den glücklichen Thüringer.

Alle Ergebnisse:
Rahmenkämpfe:
Schüler 40 kg: Maximilian Zeller (TuS BC Oelsnitz/E.) RSC (V)
1. Rd. über Paul Kempt (BCC 94)
Junioren - 51 kg: Ronny Beblik (BCC 94) n.P. (5:0) über Tom Tröger
(TSV Oelsnitz/V.)
| Gew.-Kl. |
Sieger |
Urteil |
Verlierer |
| - 54 kg |
Zakhid Mekhtiev (BCC 94) |
n.P. (5:0) über |
Andreas Kreis (BC Eichstätt) |
| - 57 kg |
Rene Häußel (BCC 94) |
Remis gegen |
Waldemar Völker (BC Eichstätt) |
| - 60 kg |
Araik Sachbazjan (BCC 94) |
RSC (Ü) 1. Rd. über |
Veli Dumanli (BC Eichstätt) |
| - 64 kg |
Thomas Möbus (BCC 94) |
n.P. (5:0) über |
Tuncay Kasim (BC Eichstätt) |
| - 69 kg |
Murat Karo (BC Eichstätt) |
n.P. (4:1) über |
Rene Benirschke (BCC 94) |
| - 75 kg |
Sven Dahl (BCC 94) |
n.P. (5:0) über |
Dennis Fütterer (BC Eichstätt) |
| - 81 kg |
Siegmund Thebert (BC Eichstätt) |
n.P. (3:2) über |
Albert Wasilew (BCC 94) |
| +
81 kg |
Michael Werner (BCC 94) |
n.P. (5:0) über |
Andreas Grün (BC Eichstätt) |
Der Halbfinalgegner der Wölfe heißt nun BR Hertha BSC Berlin, der sich
durch ein Remis bei der KG Wolfenbüttel/Braunschweig den 1. Platz in der
Staffel Nord sicherte. Am 6. März müssen die Wölfe nach Berlin und am
20. März kommen die Mannen der "alten Dame" zum entscheidenden
Kampf nach Chemnitz.
Die Ergebnisse des letzten Hauptrundenkampftages:
Staffel Nord: KG Wolfenbüttel/Braunschweig - BR Hertha Berlin
12:12
Staffel Süd: BC Chemnitz 94 - BC Eichstätt 13:10
Die Abschlusstabellen:
Tabelle Nord:
1. BR Hertha BSC Berlin
4 46 – 48
5 : 3
2. TSV Bayer 04 Leverkusen
4 50 – 44
4 : 4
3. KG Wolfenbüttel/Braunschweig 4
45 – 49
3 : 5
Tabelle
Süd: 1.
Velberter BC 22
4 51 – 44
6 : 2
2.
BC Chemnitz 94
4
48 – 47
4 : 4
3. BC Eichstätt
4 44 – 52
2 : 6
Ansetzungen
im DM-Halbfinale am 6. und 20. März (Erstgenannte
am 6. März mit Heimrecht):
BR Hertha BSC Berlin – BC Chemnitz 94
Velberter BC – TSV Bayer 04 Leverkusen
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| 31.1.2004
- Velbert
Wölfe unterliegen mit 11:13 dem Titelverteidiger
Vor rund 600 Zuschauern unterlag der BC Chemnitz am Velberter
Birth dem Titelverteidiger mit 11:13. Dabei war es fast eine Kopie des
Hinkampfes in Chemnitz, da bis auf Neuling Enrico Köbbert immer die gleichen
Sieger den Ring verließen. "Wäre Rene Häußel nicht Opfer eines Fehlurteils
geworden, so wäre sogar ein Remis drin gewesen", war BCC-Präsident
Wolfgang Koß angefressen.
Die Einzelergebnisse:
| Gew.-Kl. |
Sieger |
Urteil |
Verlierer |
| - 54 kg |
Zakhid Mekhtiev (BCC 94) |
n.P. (19:11) über |
Vardan Zakarjan (Velberter BC) |
| - 57 kg |
Enrico Köbbert (Velberter BC) |
n.P. (21:14) über |
Rene Häußel (BCC 94) |
| - 60 kg |
Araik Sachbazjan (BCC 94) |
n.P. (10:8) über |
Jürgen Demin (Velberter BC) |
| - 64 kg |
Ali Ahraoui (Velberter BC) |
Aufg. 4. Rd. über |
Thomas Möbus (BCC 94) |
| - 69 kg |
Odion Moses (Velberter BC) |
n.P. (26:7) über |
Rene Benirschke (BCC 94) |
| - 75 kg |
Dimitri Serdjoek (Velberter BC) |
n.P. (36:14) über |
Sven Dahl (BCC 94) |
| - 81 kg |
Albert Wasilew (BCC 94) |
RSC 2. Rd. (V) über |
Christian Wallot (Velberter BC) |
| +
81 kg |
Vitali Boot (Velberter BC) |
Aufg. 2. Rd. über |
Michael Werner (BCC 94) |
In der Nordstaffel kämpften: TSV Bayer 04 Leverkusen -
KG Wolfenbüttel/Braunschweig 14:10
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| 26.1.2004
- Chemnitz
Noch freie Plätze im Wölfe-Fanbus
zum Velberter BC am 31.1.
Für den schweren Bundesliga-Auswärtskampf beim Velberter
BC am Samstag, d. 31.1., stehen noch Plätze im Wölfe-Fanbus zur Verfügung.
Für 15 Euro (Eintritt inclusive) können interessierte Fans noch Plätze
buchen. Einfach unter 0371-5213617 in der BCC-Geschäftsstelle die Busplätze
reservieren lassen. Abfahrt ist am Samstag um 10 Uhr vom Parkplatz an
der Sporthalle am Schloßteich.
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| 18.1.2004
- Chemnitz
Die Ergebnisse des 4. Kampftages der Hauptrunde der 1.
Bundesliga:
Staffel Nord: Hertha BSC Berlin - TSV Bayer Leverkusen
12 : 11
kampffrei: KG Wolfenbüttel/Braunschweig
Staffel Süd: BC Eichstätt - Velberter BC 12
: 11
kampffrei: BC Chemnitz 94
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| 21.12.2003
- Chemnitz
Die Ergebnisse des 3. Kampftages der Hauptrunde der 1.
Bundesliga:
Staffel Nord: Hertha BSC Berlin - KG Wolfenbüttel/Braunschweig
13:10
kampffrei: TSV Bayer Leverkusen
Staffel Süd: Velberter BC - BC Eichstätt 14:10
kampffrei: BC Chemnitz 94
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| 20.12.2003
- Chemnitz
Bundesliga-Saisonverlauf
bis zum Ende auf dem Papier in trockenen Tüchern
Der DBV hat nun die Fortsetzung der Ligasaison
nach der Hauptrunde aufs Papier gebracht. Der Deutsche Mannschaftsmeister
wird nach Ende der Hauptrunde durch Play-off-Kämpfe der jeweils Erst-
und Zweitplazierten ermittelt.
Die sind die geplanten Ansetzungen der Play-offs:
6.März 2004: 1. Gruppe Süd - 2. Gruppe
Nord (Paarung A) und
1. Gruppe Nord - 2. Gruppe Süd (Paarung B)
Rückkämpfe am 20. März 2004
17. April 2004:
Kampf um Platz 3: Verlierer Paarung A - Verlierer Paarung B
Kampf um Platz 1: Sieger Paarung A - Sieger Paarung B
Rückkämpfe am 8. Mai 2004
Der Abstieg wird zwischen den Drittplazierten der Gruppen
ausgekämpft:
6. März 2004: Dritter Gruppe Süd - Dritter
Gruppe Nord
20. März 2004: Rückkampf
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| 6.12.2003
- Chemnitz
Wölfe unterliegen nach großem Kampf
dem Velberter BC mit 11:13
Die zweite große Überraschung durch die Chemnitzer Wölfe
blieb aus. Vor rund 600 Zuschauern im Audi Zentrum Chemnitz unterlag der
BCC 94 dem amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister Velberter BC mit 11:13.
Die Sieger auf Chemnitzer Seite waren Zakhid Mekhtiev, Araik Sachbazjan
und Albert Wasilew. Der Leipziger DHfK-Boxer wurde für seinen 15:2-Erfolg
über Christian Wallot von den Fans mit überragender Mehrheit zum "BCC-Boxer
des Tages" gewählt.
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| 1.12.2003
- Chemnitz
Wölfe sagen Titelverteidiger heißen
Tanz an
Obwohl die Chemnitzer Wölfe als klarer Außenseiter am
Samstagnachmittag (Beginn 17 Uhr im Audi Zentrum Chemnitz) in ihre Heimpremiere
der 1. Bundesliga gehen, wollen sie dem Titelverteidiger vom Velberter
BC einen großen Kampf liefern. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Eichstätt
hat die Truppe von Olaf Leib Selbstvertrauen getankt. Mit den Velbertern
kommt ein "dankbarer" Gegner nach Sachsen. Ein Erfolg, wie in
den Jahren 1996 und 98, als die Velberter in Chemnitz jeweils ihre Tabellenführung
verloren, wäre eine Überraschung. Eine Wölfe-Niederlage aber würde niemanden
wundern. Obwohl diesmal ja die Vorzeichen andersherum stehen und die Chemnitzer
nach dem 1. Kampftag überraschend auf Platz eins rangieren. Ob dies am
Samstagabend auch noch so sein wird, bleibt abzuwarten. Die große Unbekannte
wird die Aufstellung der Bergischen sein, da sie ja am 1. Kampftag kampffrei
waren. "Egal wer für Velbert in den Ring klettert. Es wird eine Klassestaffel
mit klangvollen Namen in Chemnitz antreten, da bin ich mir sicher",
weiß Wölfe-Coach Olaf Leib, dass eine hohe Hürde auf seine Mann zukommt.
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| 22.11.2003
- Eichstätt
Sensationeller Wölfe-Jubel in Eichstätt:
13:11-Erfolg bei Erstligapremiere
Die rund 400 Eichstätter Fans um den Ring verließen am
1. Hauptrundenkampftag enttäuscht die Eichstätter Boxhalle. Jubeln konnten
allein die rund 25 mitgereisten Wölfe-Fans. Denn ihre Männer hatten sich
mit einer äußerst disziplinierten und couragierten Mannschaftsleistung
einen kaum für möglich gehaltenen 13:11-Erfolg zu ihrer Erstligapremiere
gesichert.
Coach Olaf Leib, der in Windeseile von der IDJM-Endrunde in Kassel ins
Bayerische gedüst war, brachte überraschend Zakhid Mekhtiev im
Bantamgewicht. Der Döbelner ließ auch zu keiner Zeit Zweifel, wer der
Herr im Ring war. Souverän erboxte er sich einen 26:4-Erfolg über Andreas
Kreis.
Dann zogen vorübergehend die Hausherren mit zwei Erfolgen davon. Rene
Häußel kam zu spät ins Rennen, um die Niederlage gegen Waldemar Völker
zu verhindern. Erst in Runde drei und vier erreichte er Gleichwertigkeit,
doch da war der 30:6-Erfolg für den Bayern schon im Kasten. Eine starke
Leistung bot der Junioren-DM-Dritte Christopher Wolter im Leichtgewicht
gegen Tuncai Kasim. Der hochfavorisierte Eichstätter kam nur selten durch
die kompakte Deckung Wolters zum Erfolg. Wolter hingegen verpasste bei
der 4:7-Niederlage selbst aktiver zu agieren. "Dadurch hätte er sogar
den Sieg drin gehabt", war Wölfe-Präsident Wolfgang Koß überzeugt.
Diese starke Leistung motivierte auch Thomas Möbus, der seine aufstrebende
Form gegen Özer Yagcioglu unter Beweis stellen konnte. Diszpliniert boxte
er mit einer tollen Steigerung ab Runde drei einen 20:16-Erfolg nach Hause.
Nach Runde zwei lag er noch sieben Punkte im Rückstand, was die Aufholjagd
noch unterstreicht.
Von allen geherzt wurde im Anschluss der 18-jährige Rene Benirschke,
als er nach seinem 17:15-Erfolg über Alexander Fütterer strahlend den
Ring verließ. Variable aus stabiler Deckung boxend erfüllte er die in
ihn gesetzten Erwartungen voll und ganz.
Was danach Mittelgewichtler und Mannschaftskapitän Sven
Dahl vollbrachte, hatte nach Tainerworten den Anstrich einer Deklassierung
für Denis Fütterer. Obwohl "Svenni" den Eichstätter mit Treffern
zudeckte, lag er beim Kampfgericht nach jeder Runde nur mit einem Punkt
in Front. "Ein Unding", kommentierte Leib diese Wertung. Um
so höher ist der 17:14-Erfolg einzuschätzen, der viel zu knapp ausfiel.
Damit war bereits ein Remis für die Wölfe im sicheren Hafen. Doch Albert
Wasilew hatte einen ganz besonderen Tag erwischt. Coach Olaf Leib
bezeichnete es als einen "Elfer im Lotto", was Albert zeigte.
In Runde zwei nahm er Maß beim hochgelobten Ertan Isik, und brachte einen
rechten Aufwärtshaken zum Kopf knallig ins Ziel. Das Handtuch flog aus
der Eichstätter Ecke und der Ringrichter brach den Kampf ab. Damit war
der umjubelte Sieg sichergestellt, denn im Schwergewicht kam Michael
Werner für die Wölfe über einen 8:12-Punktniederlage gegen Dejan Vukoijcic
noch nicht hinaus.
"Die Disziplin war heute unsere große Stärke",
kommentierte ein erleichterter Trainer den Wölfe-Triumph. Bei den bisherigen
drei Wölfe-Gastspielen konnte ja lediglich ein einziger Sieg durch Kai
Kurzawa erboxt werden. "Das wertet die heutige Leistung wohl auch
noch auf", so Wölfe-Präsident Wolfgang Koß, der wie Olaf Leib den
jungen Leuten noch ein erhebliches Steigerungspotential zutraut.
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| 18.11.2003
- Chemnitz
Die Ansetzungen der Bundesliga-Hauptrunde:
Staffel Nord: BR Hertha BSC Berlin, KG Wolfenbüttel/Braunschweig,
TSV Bayer 04 Leverkusen
Staffel Süd: BC Eichstätt, Velberter BC (Titelverteidiger),
BC Chemnitz 94
1. Kampftag - 22.11.2003:
Staffel Nord: KG Wolfenbüttel/Br. - TSV Bayer Leverkusen
Staffel Süd: BC Eichstätt - BC Chemnitz 94
2. Kampftag - 6. 12. 2003:
Staffel Nord: TSV Bayer Leverkusen - BR Hertha BSC Berlin
Staffel Süd: BC Chemnitz 94 - Velberter BC
3. Kampftag - 20.12.2003:
Staffel Nord: BR Hertha BSC Berlin - KG Wolfenbüttel /Br.
Staffel Süd: Velberter BC - BC Eichstätt
4. Kampftag - 17.1.2004:
Staffel Nord: BR Hertha BSC Berlin - TSV Bayer Leverkusen
Staffel Süd: BC Eichstätt - Velberter BC
5. Kampftag - 31.1.2004:
Staffel Nord: TSV Bayer 04 Leverkusen - KG Wolfenbüttel/Br.
Staffel Süd: Velberter BC - BC Chemnitz 94
6. Kampftag - 7.2.2004:
Staffel Nord: KG Wolfenbüttel/Br. - BR Hertha BSC Berlin
Staffel Süd: BC Chemnitz 94 - BC Eichstätt
Über die Fortsetzung der Saison hat der DBV zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht entschieden.
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18.11.2003
- Chemnitz
Wölfe bestreiten Saisonauftakt
am Samstag in Eichstätt
Ihren ersten Erstligakampf in der Vereinsgeschichte müssen
die Chemnitzer Wölfe am Samstagabend beim BC Eichstätt bestreiten. Für
die junge Truppe von Olaf Leib sicher ein ganz schwerer Brocken. Doch
die jungen Burschen sind hochmotiviert, die eine oder andere Überraschung
als Erstliganeuling zu schaffen. Für den ersten Kampftag sind alle Athleten
an Deck. Fans, welche die Wölfe in Eichstätt unterstützen wollen, können
sich noch für den Fanbus anmelden (Tel.: 0371-5213617), der am Samstag
um 12 Uhr ab dem Parkplatz an der Sporthalle "Am Schloßteich"
abfährt.
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| 29.10.2003
- Chemnitz Neue
Termine für 1. Bundesliga perfekt - BC Singen steigt aus - Velbert neuer
Gegner für Chemnitzer Wölfe
Keine Ligasaison ohne unerfreuliche Überraschungen.
Nachdem der DBV die 2. Bundesliga durch ihre Auflösung auf den Scheiterhaufen
der deutschen Boxgeschichte verbannte, hoffte man beim Verband nach der
letztjährigen verkorksten Erstligasaison auf Besserung. Nun aber dennoch
der erste (?) Rückschlag. Der BC Singen stieg aufgrund sportlicher und
finanzieller Probleme aus der Staffel Süd der Deutschen Box-Bundesliga,
wie die 1. Liga offiziell vom DBV getauft wurde, aus. Näher Infos dazu
auf der Internetseite des BC Singen in der Sparte "News".
Damit machte sich nun auch ein neuer Terminplan
für beide Staffeln erforderlich. Gleichzeitig tauschte man die Staffelzugehörigkeit
von Bayer Leverkusen und Velberter BC. Damit ist nunmehr der Deutsche
Mannschaftsmeister Velberter BC neben dem BC Eichstätt unser Hauptrundengegner.
Somit wird die Hauptrunde der Staffel Süd in einer Dreierstaffel ausgetragen,
da sich u.a. Wölfe-Ligamanager Olaf Leib aus finanziellen Gründen gegen
eine einheitliche Staffel aus sieben Mannschaften aussprach.
Der Terminplan und die Modalitäten der Platzierungskämpfe
stehen derzeit noch nicht fest.
Die neue Staffeleinteilung
der 1. Bundesliga:
Staffel NORD:
KG Wolfenbüttel/Braunschweig, BC Cottbus, BR Hertha BSC Berlin, TSV Bayer
04 Leverkusen
Staffel SÜD:
BC Eichstätt, Velberter BC (Titelverteidiger), BC Chemnitz 94
Hier der neue Terminplan der Hauptrunde in
der Staffel Süd:
1. Kampftag - 22.11.2003: BC Eichstätt -
BC Chemnitz 94 (kampffrei: Velberter BC)
2. Kampftag - 6.12.2003: BC Chemnitz 94 - Velberter
BC (kampffrei: BC Eichstätt)
3. Kampftag - 20.12.2003: Velberter BC - BC Eichstätt (kampffrei: BC
Chemnitz 94)
4. Kampftag - 17.01.2004: BC Eichstätt - Velberter BC (kampffrei: BC
Chemnitz 94)
5. Kampftag - 31.01.2004: Velberter BC - BC Chemnitz 94 (kampffrei:
BC Eichstätt)
6. Kampftag - 07.02.2004: BC Chemnitz 94 - BC Eichstätt (kampffrei:
Velberter BC)
Über den weiteren Saisonverlauf informieren
wir, sobald der DBV darüber entschieden hat.
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| 21.08.2003
- Chemnitz Ende November steigt
Erstliga-Premiere der Wölfe im Audi-Zentrum Chemnitz
Es waren ereignisreiche und ziemlich nervenaufreibende
24 Stunden, bevor am heutigen Donnerstagmittag feststand: Der BCC 94 nimmt
das Abenteuer 1. Box-Bundesliga 2003/04 in Angriff.
In einer Eilentscheidung (aufgrund einer völlig überraschend gesetzten
24-Stunden-Frist) mussten die Vorstände von BCC 94 und seines Fördervereins
über die Ligazukunft des Chemnitzer Boxsportes entscheiden. In einer nicht
einstimmigen Entscheidung sprach man sich trotz bestehenden Finanzloches
von ca. 30 000 € mehrheitlich für einen Erstligastart aus. Die Entscheidung
stellt aber zugleich auch eine große sportliche Herausforderung dar. "Die
Fans werden sich auf spannende und hochklassige Boxkost freuen können.
Jetzt gilt es für uns, die finanzielle Grundlage für einen erfolgreichen
Erstligastart zu schaffen", weiß Liga-Manager und Wölfe-Coach Olaf
Leib arbeitsreiche Wochen vor sich.
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