zurück zu den aktuellen Bundesliga-News

Mit dem Titel des Deutschen Vize-Mannschaftsmeisters holte der BC Chemnitz 94 in dieser Saison seinen bisher größten Mannschaftserfolg!

Das Team nach dem Ligafinale 03/04.

Die Tabelle der 1. Bundesliga 2003/04 nach dem letzten Hauptrundenkampftag am 7.2.2004:

Staffel Nord:

1. BR Hertha BSC Berlin 4  46:48 5:3
2. TSV Bayer Leverkusen 4 50:44 4:4
3. KG Wolfenbüttel/Braunschweig 4  45:49  3:5

Staffel Süd:

1. Velberter BC

4

51:44 6:2
2. BC Chemnitz 94 4 48:47 4:4
3. BC Eichstätt 4 44:52 2:6

Halbfinal-Hinkämpfe am 6. März:
BR Hertha BSC Berlin - BC Chemnitz 94   14 : 10
TSV Bayer 04 Leverkusen - Velberter BC     9 : 14

Halbfinal-Rückkämpfe am 20. März:
BC Chemnitz 94 - BR Hertha BSC Berlin    15 :  9
Velberter BC - TSV Bayer Leverkusen        14 :  9

DM-Finale Velberter BC - BC Chemnitz 94:
- Velbert - Chemnitz 16 : 8
- Chemnitz - Velbert  11:13
Herzlichen Glückwunsch dem alten und neuen Deutschen Meister - Velberter BC!

Samstag, 8.5.2004 Wölfe feiern Deutsche Vizemeisterschaft
Dienstag, 4.5.2004 Wölfe wollen Vizemeisterschaft mit Sieg über neuen Meister feiern
Samstag, 17.4.2004 Wölfe ohne "Stich" beim Titelverteidiger
Mittwoch, 14.4.2004 Gute Ausgangsposition für den Rückkampf herausboxen
Samstag, 20.3.2004 Das "Wunder von Chemnitz": Wölfe stehen nach 15:9-Sieg im DM-Finale
Samstag, 6.3.2004 Ersatzgeschwächte Wölfe unterlagen in Berlin mit 10:14
Montag, 23.02.2004 KG Wolfenbüttel/Braunschweig zieht Staffel zurück
Sonntag, 22.02.2004 Fanbus fährt zum DM-Halbfinale bei Hertha BSC Berlin
Samstag, 7.2.2004 Wölfe bezwingen BC Eichstätt mit 13:10 und sichern sich Einzug ins DM-Halbfinale
Samstag, 31.1.2004 Wölfe unterliegen in Velbert mit 11:13
Montag, 26.1.2004 Noch freie Plätze im Wölfe-Fanbus nach Velbert
Sonntag, 18.1.2004 Ergebnisse des 4. Kampftages
Sonntag, 21.12.2003 Ergebnisse des 3. Kampftages
Samstag, 20.12.2003 Bundesliga-Saisonverlauf bis zum Ende geplant
Samstag, 6.12.2003 Wölfe unterliegen dem Velberter BC nach kämpferisch starker Leistung mit 11:13
Montag, 1.12.2003 Wölfe mit Heimpremiere gegen Titelverteidiger Velbert
Samstag, 22.11.2003 Wölfe triumphieren beim Erstligaauftakt in Eichstätt mit 13:11  
Dienstag, 18.11.2003 Die Bundesliga-Ansetzungen der Hauptrunde
Dienstag, 18.11.2003 Wölfe-Saisonauftakt am 22.11. in Eichstätt
Mittwoch, 29.10.2003 Neue Bundesligatermine durch den Ausstieg des BC Singen
Donnerstag, 21.08.2003 BCC 94-Vorstand entscheidet für Start in der 1. Bundesliga
8.5.2004 - Chemnitz

Wölfe feiern Vizemeisterschaft - Gratulation dem alten und neuen Meister - Viele offene Fragen nach dieser Ligasaison

Alles war angerichtet für ein würdiges DM-Finale im Audi Zentrum Chemnitz, auch das Einsiedler Freibier für die treuen Fans stand nach Kampfende zum Feiern bereit. Sportlich war der "Dampf" nach der 8:16-Hinkampfniederlage der Wölfe zwar raus, doch die Sachsen wollten zeigen, dass sie in Velbert unter Wert geschlagen wurden. Allerdings schon nach dem zweiten Kampf, der mit einem Sieg von Jürgen Demin über Rene Häußel endete, ließen die Velberter Fans ihre Meister-T-Shirts frei. Mit diesem geschickten Schachzug gelang den Velbertern eine schnelle Vorentscheidung.

Auch die Mädels vom Zschopauer City-Ballett boten im Ring Augen- und Ohrenschmaus der charmanten Art.


Am Ende der Bundesligasaison lagen sich nach dem 13:11-Auswärtssieg des VBC 22 denn auch die Aktiven beider Mannschaften zur Ehrung des alten und neuen Deutschen Meisters in den Armen. Dennoch war dieses Bild trügerisch, denn eitel Sonnenschein herrscht derzeit nicht im deutschen Ligawesen.
ABVS-Präsident Dr. Michael Bastian nahm im Auftrag des DBV die Meisterehrung vor und überreichte unter dem Jubel der Velberter Fans den "Eugen-Böhm-Pokal" zusammen mit Europameister Vitali Tajbert an den Velberter BC 22. Die Velberter gönnten ihrem "Pott" faktisch nur einen kleinen Ausflug nach Sachsen und nahmen den Pokal wieder mit ins Bergische Land.

Offen aber bleibt, wieso der DBV nicht in der Lage war, rechtzeitig die Meisterschaftsurkunden für die Ehrung zuzustellen? Vorstandsmitglieder konnten die Frage vor Ort nicht beantworten, da Chemnitz für sie keine Reise wert war. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass DBV-Vorstandsmitglieder bei jedem Erstligakampf anwesend waren. Man dürfte lange suchen müssen, um einen deutschen Sportverband zu finden, der ähnlich teilnahmslos das Finale der Mannschaftsmeisterschaft verfolgt.

Überhaupt konnte man sich im Umfeld der Ligasaison des Eindrucks nicht erwehren, dass die Bundesliga das fünfte Rad am Wagen im DBV zu sein scheint. Massenweise Ungereimtheiten führten in der Saison zu verhärteten Fronten zwischen den Bundesligavereinen und dem DBV. Rückzüge von Singen, Cottbus sowie der KG Wolfenbüttel/Braunschweig machen nur die Spitze des Eisberges an Problemen deutlich, die nun bereits in der zweiten Saison massiv auftraten. Die Argumente im Vorfeld der Saison, den Olympiakandidaten u.a. aufgrund von Terminproblemen und Trainingsaufbau eine Ligateilnahme zu untersagen, hatte zwar nachvollziehbare Grundlagen, wurden aber in der realen Umsetzung seitens des Verbandes im Verlauf der Saison ad absurdum geführt.
Nicht nur Velberts Liga-Manager Uwe Radke, der gleichzeitig gewählter Sprecher der Bundesligavereine ist, fordert, dass die besten deutschen Boxer auch in einer eingleisigen Bundesliga boxen sollten. Auch über eine Wiedereinführung der neunten Gewichtsklasse sollte nachgedacht werden. Dies sind nur einige Forderungen, welche auch von den anderen Ligavereinen mitgetragen werden. Doch leider suchen die DBV-Verantwortlichen statt eines notwendigen Dialoges nur eine Hinhaltetaktik. Zudem fühlen sie sich durch Vorschläge und Anregungen angegriffen, wie aus einem Schreiben vom 23. März an die Bundesligavereine hervorgeht.
Man kann im Interesse des olympischen Boxens nur hoffen, dass hier ganz schnell noch die Kurve bekommen wird. Sonst könnte es durchaus passieren, dass bis Peking 2008 die Sportart in Deutschland nicht mal mehr diesen Namen verdient. Doch das will von all denen, die sich aktiv für eine Stabilisierung des Ligabetriebes einsetzen, sicher kein einziger! Somit sollten Vereine und DBV endlich an einem Strang ziehen, um international konkurrenzfähig bleiben zu können. Die Alarmglocken dürften spätestens nach nur vier Athen-Tickets unüberhörbar läuten. Die Ligakämpfe sind auch nach Meinung von Dr. Michael Bastian zudem ein gutes Sprungbrett für Nachwuchstalente, sich im Vergleich mit Spitzenboxern an die Anforderungen internationaler Wettkämpfe heranzutasten. Daran führt sicher auch in Zukunft kein Weg vorbei.


Velberts "Pott"- Freuden (li.) und ein glücklicher Vizemeister von den Chemnitzer Wölfen

Sportlich brachte der Final-Rückkampf keine Überraschungen. Der taktisch kluge Schachzug der Velberter, Jürgen Demin ins Feder zu nehmen, ging auf und somit blieb ein erhoffter Wölfe-Sieg im Feder nur Spekulation. Rene Häußel zeigte zwar eine gute Leistung und Demin war unter Druck auch anfällig, aber Häußels Druckphasen waren diesmal einfach zu kurz.
Eine Klassepartie lieferten sich die Routiniers im Bantamgewicht. Diesmal dominierte Zakhid Mekhtiev wieder deutlich über Vardan Zakarjan und gab keine der vier Runden ab. Mit nur einer Saisonniederlage gegen Zakarjan im Hinkampf war der Döbelner erfolgreichste Wölfe-Athlet. Bei den Velbertern konnte mit Ali Ahraoui, Dimitri Serdjoek und Vitali Boot ein Trio im Saisonverlauf ungeschlagen bleiben.
 
Mit Glück und Geschick konnte Araik Sachbazjan seine dritte Saisonniederlage verhindern. Obwohl Enrico Köbbert zweimal angezählt werden musste, stand es zehn Sekunden vor Schluss noch Remis. Erst dann machten die Punktrichter Sachbazjan zum glücklichen Sieger.
Ohne Chance war der tapfere Thomas Möbus gegen Ali Ahraoui, der sich allerdings mit unnötigen Mätzchen am Ende der Kampfzeit wenig Sympathien bei den rund 400 Zuschauern einheimste.
Viel vorgenommen hatten sich Rene Benirschke und Sven Dahl. Beide wollten den Bock endlich umstoßen. Doch alle Bemühungen nützten nichts. Rene fehlte es an der nötigen Lockerheit und Explosivität und Sven machte zwar Druck, aber Serdjoek hatte oft eine Hand mehr drin im Schlagabtausch.
Im Halbschwer erhielt diesmal Alexander Golombek den Vorzug vor Albert Wasilew. Hochmotiviert trotzte er seiner vor zehn Tagen gebrochenen Zehe und ließ keinen Zweifel daran, wer den Ring als Sieger verlassen würde. Der "harte Hund" wurde in seinem 100. Kampf von den Fans zudem zum "BCC-Boxer des Tages" gewählt. Im Schwergewicht war die Favoritenstellung Vitali Boots unantastbar. Zudem kam ab Runde eins ein Veilchen am linken Auge von Michael Werner hinzu, was bereits in der Rundenpause alle Aufmerksamkeit von Olaf Leib verlangte. In Runde zwei brach dann Ringarzt Dr. Winkler den Kampf vernünftigerweise ab.

Als Anerkennung der treuen Wölfe-Fans erhielt die Truppe von Olaf Leib eine "Team-Torte" überreicht. Die Aufschrift "Deutscher Vizemeister - Meister der Herzen" steht sinnbildlich für die Leistungssteigerung des ganzen sächsischen Teams in dieser Saison, mit der man sich in die Herzen der Fans boxte. Der Generationswechsel vor zwei Jahren wurde ohne größeren Substanzverlust und in gemeinsamer Arbeit vieler sächsischer Vereine gemeistert, sodass die erste sächsische Vizemeisterschaft seit 44 Jahren im zehnten Jahr des Vereinsbestehens das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit ist. Das absolute sportliche Highlight war sicher der Halbfinalrückkampf gegen Hertha BSC Berlin, wo es dem Team gelang, die 10:14-Auswärtsniederlage noch umzubiegen. Doch solche Sternstunden gelingen noch viel seltener als ein Auswärtssieg in Eichstätt, welcher die Grundlage für den zweiten Saisonrang bildete. Ebenso wie die Stabilität des Teams, denn mit gerade mal zwei Wechselathleten haben die Wölfe mit nur 10 Athleten den kleinsten Kader eingesetzt.

Doch mit den finanziellen Sorgen nach der Erstligapremiere der Wölfe fällt ein dicker Wermutstropfen in den Feier-Kelch der Wölfe. Es ist sehr fraglich, ob man bei den Wölfen sich ein solches Wagnis noch einmal erlauben kann. "Sind bis zum Meldetermin im Juli nicht 70% des Saisonetats gesichert, werden wir keine zweite Erstligasaison stemmen können", fand Wölfe-Präsident Wolfgang Koß am Wochenende kompromisslose Worte.

 

Gew.-Kl. Sieger Urteil Verlierer
- 54 kg Zakhid Mekhtiev (BCC 94) n.P. (31:11) über Vardan Zakarjan (Velberter BC)
- 57 kg Jürgen Demin (Velberter BC) n.P. (29:11) über Rene Häußel (BCC 94)
- 60 kg Araik Sachbazjan (BCC 94) n.P. (17:15) über Enrico Köbbert (Velberter BC)
- 64 kg Ali Ahraoui (Velberter BC) n.P: (33:4)  über Thomas Möbus (BCC 94)
- 69 kg Odion Moses (Velberter BC) n.P. (27:13) über Rene Benirschke (BCC 94)
- 75 kg Dimitri Serdjoek (Velberter BC) n.P. (33:17) über Sven Dahl (BCC 94)
- 81 kg Alexander Golombek (BCC 94) n.P. (30:14) über Christian Wallot (Velberter BC)
+ 81 kg Vitali Boot (Velberter BC) RSC (V) 2. Rd. über Michael Werner (BCC 94)

In Rahmenkämpfen gab es folgende Ergebnisse:
Julien Finster (Roßweiner SV) - Sven Hackenberg (Roßweiner SV, LSP Chemnitz)  n.P.
Toni Gerkowski (BCC 94) - Taufig Haideri (Fortschritt Mittweida)  RSC 1. Rd.
 

4.5.2004 - Chemnitz

Vizemeisterschaft des BCC 94 größter Mannschaftserfolg im Chemnitzer Boxsport seit 44 Jahren

Wenn am Samstagabend die Premierensaison in der 1. Bundesliga für die Wölfe zu Ende geht, werden die Wölfe mit der Deutschen Vizemeisterschaft den größten Mannschaftserfolg im Chemnitzer Boxsport seit 44 Jahren feiern. Damals erkämpfte der SC Motor Karl-Marx-Stadt in den Jahren 1959 und 1960 zweimal die Vizemeisterschaft gegen Serienmeister SC Traktor Schwerin.

Nach der klaren 8:16-Niederlage beim Hinkampf in Velbert geht es für die Chemnitzer nun nur noch um eine Klarstellung der Kräfteverhältnisse. Sie wurden in Velbert unter Wert geschlagen und kämpfen zum Saison-Halali nun um eine Wiedergutmachung. Ob das gleich mit einem Heimsieg über den neun Meister klappt, bleibt abzuwarten. "Es ist unser Ziel, wenngleich ein hohes", so Coach Olaf Leib. Er kann auf das bewährte Team setzen, welches sich nach dem Generationswechsel vor zwei Jahren prächtig entwickelt hat. Am Samstag wird auch das Zschopauer City-Ballett für einen optischen Augenschmaus sorgen. Gefeiert werden soll die Vizemeisterschaft im Anschluss mit Einsiedler Freibier. "Ein Dank an unsere Fans, die uns in diese Saison wieder toll unterstützt haben", so Wölfe-Kapitän Sven Dahl. Natürlich möchte er auch seinen Teil mit einem Sieg im vierten Anlauf über den holländischen Meister und EM-Viertelfinalisten Dimitri Serdjoek beitragen. Der erste Gong im Audi Zentrum erklingt am Samstag um 17 Uhr.

Viel Zeit zum Feiern wird aber für die Aktiven und Helfer nicht bleiben. Denn bereits am Sonntagmorgen stehen rund 30 Helfer des Vereins bei der Premiere des "1. Chemnitzer City-Laufes" an der Strecke und werden das Catering für die Besucher absichern.
 

17.4.2004 - Velbert

„Schwarzer“ Samstag für Chemnitzer Wölfe in Velbert

Nach dem bisher großartigen Saisonverlauf hatten sich die Chemnitzer Wölfe den Ausgang des Final-Hinkampfes um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Boxen ganz anders vorgestellt. Doch nach der klaren 8:16-Niederlage vor 600 Zuschauern bei Titelverteidiger Velberter BC sind die Hoffnungen der Sachsen auf den erstmaligen Titelgewinn bereits vor dem Rückkampf gestorben.

Bereits vor der Abreise ins Bergische stand der Kampftag unter keinen günstigen Vorzeichen. Zum einen musste Coach Olaf Leib fiebergeschüttelt zu Hause bleiben und wurde von Teamleiter Gerd Mecke in der Ringecke vertreten. Zum anderen musste Halbschwergewichtler Albert Wasilew am Samstagmorgen plötzlich absagen, da er das geforderte Limit von 81 kg nicht auf die Waage bringen konnte. Für BCC-Präsident Wolfgang Koß eine klare Undiszipliniertheit des Sportlers: „So kurz vorm Wettkampf darf er eine Mannschaft in so einer Situation nicht im Stich lassen.“ Wölfe-Coach Olaf Leib weiß aber um die derzeitigen Gewichtssorgen des 20-jährigen: „Albert muss sein Ernährungsregime in den Griff bekommen.“ Doch die Problematik liegt wohl tiefer. Immerhin hat auch DHfK-Heimtrainer Dr. Jochen Berger eine Teilschuld auf sich genommen, da er durch die derzeitigen Probleme mit den Trainingsbedingungen der DHfK-Boxer in der Olympiabewerberstadt völlig überlastet ist. „Trotz Zusatztrainings in einer Werkstatt zu Wochenbeginn habe ich die Gewichtskontrolle des Sportlers etwas vernachlässigt“, wachsen die Probleme dem 71-jährigen DHfK-Sektionsleiter derzeit über den Kopf.


Was Wunder auch, wenn der DHfK-Boxsektion nur noch drei Trainingszeiten pro Woche zur Verfügung stehen. Dienstags z.B. erst ab 20.30 Uhr. Da soll dann ein leistungssportliches Training erfolgen, wo für den Athleten am nächsten Morgen wieder ab 5 Uhr sein beruflichen Alltag beginnt? Von Nachwuchsbetreuung kann da schon gar nicht mehr gesprochen werden! Was dann noch übrig bleibt, mutet an wie eine Bestrafung! Zeiten am Freitagabend und Samstagvormittag sind für einen Boxsportler, der am Wochenende zu Wettkämpfen antreten muss ein schierer Witz! Hier sollten sich die Sportverantwortlichen der Olympiabewerberstadt wohl schnellstens in die Bemühungen um eine akzeptable Lösung einschalten und den rührigen 71-jährigen Sektionsleiter Dr. Jochen Berger in seinem Kampf außerhalb des Ringes unterstützen.

Kurzfristig musste daher Alexander Golombek einspringen, der seine Einsatzchance aber mit einer guten Leistung gegen Christian Wallot nutzte. „Es gab aus meiner Sicht vier umstrittene Urteile, die allesamt zugunsten der Gastgeber gefällt wurden. Für Golombek, Dahl und vor allem Häußel und Mekhtiev hätte ich mir andere Urteile erhofft. Dennoch hat die bessere Mannschaft verdient gewonnen“, war BCC 94-Präsident Wolfgang Koß angefressen. Immerhin hatte er den Velbertern großzügigerweise zugestanden, die Kampfreihenfolge aufgrund eines privaten Termins eines Velberter Sportlers total umzukrempeln, was schließlich „Golo“ weniger Schonzeit nach dem notwendigen „Abkochen“ einbrachte.

Und auch der Oelsnitzer Federgewichtler Rene Häußel war total enttäuscht: „Ich hatte den Gegner in allen Runden im Griff. Und dann dieses Urteil.“ Ein verzweifelter Heimcoach Stefan Baar warf in Runde vier das Handtuch: „Einfach ein Denkzettel für das Kampfgericht, so nicht weiterzupunkten. Rene lag ja aussichtslos hinten, obwohl er alle Runden für sich entschieden hatte“, war Baar kaum zu besänftigen.
Noch zu sehr von der überstandenen Grippe geschwächt, musste Sven Dahl nach zwei Runden, in denen er vorn lag, dem holländischen Meister Serdjoek den Sieg überlassen.
Auch Rene Benirschke lag nach Runde eins gegen Odion Moses in Front, konnte aber seine taktische Linie nicht über vier Runden durchhalten. Seine erste Saisonniederlage musste Bantamgewichtler Zakhid Mekhtiev hinnehmen. „Selbst die Velberter Zuschauer sprachen hier von einem Fehlurteil“, sah Koß auch dieses Urteil als zweifelhaft an. Unstrittig hingegen die Urteile im Halbwelter- und  Schwergewicht, wo die Velberter ihrer Favoritenstellung klar gerecht wurden.

Dennoch wollen die Chemnitzer im Rückkampf am 8. Mai nach einer großen Saison erhobenen Hauptes und wenn möglich mit einem Sieg die nie für möglich gehaltene deutsche Vizemeisterschaft feiern.


Gew.-Kl. Sieger Urteil Verlierer
- 54 kg Vardan Zakarjan (Velberter BC) n.P. (19:12) über Zakhid Mekhtiev (BCC 94)
- 57 kg Enrico  Köbbert (Velberter BC) Aufg. 4. Rd. über Rene Häußel (BCC 94)
- 60 kg Jürgen Demin (Velberter BC) n.P. (31:8) über Araik Sachbazjan (BCC 94)
- 64 kg Ali Ahraoui (Velberter BC) n.P. (40:9)  über Thomas Möbus (BCC 94)
- 69 kg Odion Moses (Velberter BC) n.P. (20:13) über Rene Benirschke (BCC 94)
- 75 kg Dimitri Serdjoek (Velberter BC) n.P. (34:12) über Sven Dahl (BCC 94)
- 81 kg Christian Wallot (Velberter BC) n.P. (21:7) über Alexander Golombek (BCC 94)
+ 81 kg Vitali Boot (Velberter BC) Aufg. 3. Rd. über Michael Werner (BCC 94)

 

14.4.2004 - Chemnitz

Erster Finalkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am Samstag in Velbert

Um eine gute Ausgangsposition für den Rückkampf am 8. Mai in Chemnitz geht es für das Wölfe-Box-Team beim Final-Hinkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am Samstagabend am Velberter Birth. In bewährter Formation will Coach Olaf Leib mit seinen Mannen versuchen, das gute Ergebnis vom Hauptrundenkampf im Januar zu wiederholen. Damals unterlagen die Wölfe nur mit zwei Punkten. Das würde für den Rückkampf zumindest die nötige Spannung erhalten. Fans, die sich mit auf die Reise nach Velbert machen wollen, haben noch die Gelegenheit, einen Platz im Fanbus unter Tel.: 5213617 zu buchen.
 

20.3.2004 - Chemnitz

Das "Hitchcock-Wunder von Chemnitz" wurde wahr: Die Wölfe stehen nach einem verdienten 15:9-Erfolg im DM-Finale

500 restlos begeisterte Fans im Audi Zentrum erlebten einen historischen Kampftag. Keiner in der Halle glaubte vor dem Kampf daran, die 10:14-Niederlage vom Hinkampf noch drehen zu können. Doch am Ende jubelten und sangen sie vor Begeisterung über den größten Mannschaftserfolg des Chemnitzer Boxsportes seit dem Deutschen Vizemeistertitel im Jahre 1960.

Um es vorwegzunehmen, der Wölfe-Sieg war vollauf verdient, wenngleich auch das nötige Quentchen Glück dabei war. Doch das hatten die Berliner zu Hause beim Hinkampf ebenfalls auf ihrer Seite verbuchen können. Die Berliner mussten auf Sandro Rubeca und Mathias Kempe verzichten und setzten im Bantamgewicht ihre Hoffnungen wieder auf den Dänen Mouzafar Makki. Ohne Frage eine Schwächung des Teams, doch die Berliner waren dennoch siegessicher. Aber wohl auch zu siegessicher, was sich mit dem Verletzungspech von Alfonso Fusco zudem noch rächen sollte. Doch sie waren auch faire Verlierer und Verbandspräsident Klaus-Peter Miesner war noch vorm letzten Urteil der erste Gratulant am Ring.


Die Wölfe mussten ihrerseits auf den erkrankten tschechischen Meister Araik Sachbazjan verzichten, der bisher erst einmal verloren hatte. Somit hatte der 19-jährige Christopher Wolter eine ganz schwere Bürde zu schleppen. Aber genau mit diesem Wechsel überraschten die Wölfe den routinierten Rene Braun. Er konnte sich anfangs nicht auf die völlig andere Kampfesweise des Deutschen Juniorenvizemeisters aus Markranstädt einstellen. So legte ein aggressiver Youngster bereits in Runde eins den Grundstein für den Sieg. Erst ab Runde zwei versuchte Braun vehement, den Rückstand zu verkürzen. Wie konzentriert aber Wolter hier agierte nötigte höchsten Respekt ab. Immer wieder punktete er variabel aufwärts und über außen. Und Braun biss sich an der geschlossenen Deckung die Zähne aus. Überraschend, wie clever Wolter auch das Tempo bestimmte und immer mal wieder einen Gang rausnahm um mit den Kräften hauszuhalten. Eine Glanzleistung, die den Sieg mehr als rechtfertigte.

Kämpferisch top auch Rene Häußel im Federgewicht. Bereits ab Runde eins diesmal hellwach sorgte er auch hier erstmal für klare Punktverhältnisse gegen Vitalij Kiseljev. Allerdings konnte er im Gegensatz zu Wolter diese Dominanz nicht ganz durchhalten und der Berliner erreichte Gleichwertigkeit. Aber erst in der ersten Hälfte der vierten Runde dominierte Kiseljev deutlich, doch Häußel gab nicht klein bei. Im letzten Drittel des Schlussgangs rechtfertigte er mit drei klaren Treffern den knappen Punktsieg, der in der Höhe allerdings nicht dem Kampfverlauf entsprach. "Ein Fehlurteil war es sicher nicht. Häußel war auch in Berlin schon ganz nah dran", freute sich Coach Olaf Leib, dass der Oelsnitzer nun für seinen Fleiß belohnt wurde.

Nach dem souveränen Beginn durch Zakhid Mekhtiev, der damit auch weiterhin ungeschlagen bleibt, stieg die Stimmung im Audi Zentrum zusehends. Die Fans trieben die Häußel und Wolter schon unaufhörlich nach vorn. Im Halbwelter sorgte dann der Berliner Faruk Shabani aber erst einmal für gedämpfte Stimmung bei den Wölfen. In Runde vier musste Thomas Möbus das Kampfgeschehen abgeben und verlor verdient nach tapferer Gegenwehr. Nun durfte nach der Pause nichts mehr schief gehen, denn dann würde eine Entscheidung fallen, die wohl keiner herbeisehnen würde. Bei einer Drehung des 10:14-Ergebnisses von Berlin müssten die Urteile vom Schwergewicht beginnend für die Siegentscheidung herangezogen. Und einen klaren Favoriten hatten die Chemnitzer wohl nur im Schwergewicht mit Michael Werner, der bereits in der Hauptstadt klar gewann.

So nahm nach der Pause ein Spannungsbogen seinen Lauf, der von Ringsprecher Reiner Rechenberger nicht besser hätte begleitet werden können. Zunächst war Rene Benirschke heiß auf die Revanche gegen Alfonso Fusco. Nach anfänglichem kurzen Abtasten ergriff Benirschke als Erster die Initiative und lag auf den Punktzetteln in Front. Dann kam in Runde zwei leider die Verletzung von Fusco, der mit einer Schulterluxation den Kampf aufgeben musste. Die Phonzahl im Audi Zentrum schwoll zum ersten Mal in Orkanstärke an und die Optimisten wagten sich aus ihren Löchern.

Viele trauten Sven Dahl einen Sieg gegen Sergej Hakobyan zu. Und "Svenni" begann auch wie die Feuerwehr, als käme für ihn nur ein kurzrundiger Erfolg in Frage. Doch bald sprang  ihm auch "Bruder Leichtsinn" zur Seite, was sich in Runde zwei rächen sollte. Dreimal klar und hart getroffen, hätte er eigentlich wach werden müssen. Doch er versuchte weiter mit Hakobyan zu spielen. Staunen bei den Fans, als sich der Teamkapitän plötzlich in Runde drei auf seine boxerische Linie besann. "Na da gab's aber auch Stoff von mir in der Ecke", begründete Leib danach die Wandlung. Doch auch jetzt punktete Dahl mehr als der Berliner. Eigentlich hätte er sich in der Schlussrunde etwas zurücknehmen können (und sollen!), doch vor diesen vom Erfolgswunsch berauschten Fans war das wohl schwer drin? "Svenni" boxte nochmal zwei Minuten für die Galerie und verließ als umjubelter Sieger den Ring. Anschließend folgte dann noch das Zuckerkrönchen mit der Ehrung zu "Sachsens Boxer des Jahres 2003" durch ABVS-Vizepräsident Uwe Kretzschmar.

"Zweimal müssen die Wölfe noch in den Ring, dann drehen wir das große Ding", war der Ringsprecher auch schon mitgerissen von der sich anbahnenden Dramatik. Doch Vorsicht war geboten. Der lange verletzte Albert Wasilew war erst sehr kurz wieder im Training und Limit. Erst am Nachmittag in der Kabine erfuhr ja sein Ersatzmann Alexander Golombek davon, dass er nicht boxen durfte. Also auch für Coach Olaf Leib eine ganz schwere Entscheidung. Wer will es "Golo" verdenken, der richtig heiß war, seit langer Zeit wieder mal vor seinem Publikum boxen zu können, dass er an diesem Abend der "unglücklichste" Wolf in der Halle war. Da kam wohl Andreas Hinz, der noch etwas unerfahrene Ersatzmann auf Berliner Seite, gerade recht um "gefressen" zu werden.

Das Staunen über die boxerische Steigerung der Wölfe war bei den begeistert mitgehenden Fans schon lange einer Euphorie gewichen. Jetzt erwartete jeder sogar noch eine klare Entscheidung zugunsten der Wölfe. Doch der Thüringer Michael Werner musste gewinnen!!! Eine Niederlage hätte das Ergebnis vom Hinkampf lediglich gedreht.
Und so begann das große Rechnen bei den Wölfen: Schwergewicht: 1:1, Halbschwer: 1:1, Mittelgewicht?: weiter 1:1, Weltergewicht?: immer noch 1:1. Erst im Halbwelter hätte sich dann der Finaleinzug entschieden. Hier hatten die Berliner beide Kämpfe für sich entschieden und wären dadurch ins Finale eingezogen.
Doch da hatten die Berliner die Rechnung ohne Werner gemacht. Wie schon in Berlin dominierte er gegen Rene Schulz von Beginn an. Im sicheren Gefühl des "Wunders von Chemnitz" begleiteten die Fans jede Aktion Werners mit "La Ola"-Begeisterungsrufen. Dass solche Euphorie natürlich auch am Nervenkostüm des ebenfalls unter Erfolgszwang stehenden Gastes nagt, ist verständlich. So ließ sich Rene Schulz am Ende der zweiten Runde zu dreimaligem Nachschlagen nach dem Gong auf Hinterkopf und Genick hinreißen, was den Ringrichter sofort zur Disqualifikation veranlasste. Was nur eine konsequente Auslegung der Regeln war, überraschte Fans wie Kämpfer gleichermaßen. "Ich hätte gern noch weitergeboxt", so der Sieger. Selbst die Fans konnten erst nach einer "Denkpause" jubeln, weil sie nicht deutlich erkannten, dass der Kampf beendet und das Wunder vollbracht war. Das Urteil des Kampfes erstarb im Jubel der Fans, die nach "Hände zum Himmel" tanzten und sich in den Armen lagen.  Ganz besonderes Feiertalent bewies Konny Werner, Vater und Trainer des "Matchwinners", der sich sogar als "Volksdichter" empfahl und ein spontan gedichtetes Liedchen direkt am Ring anstimmte.

Ein unvergesslicher Boxabend wohl für alle Beteiligten. Mit dem "kleinen" Unterschied, dass die Chemnitzer noch ihren Enkeln davon erzählen werden. Für die Berliner blieb nur die tiefe Niedergeschlagenheit und eine sicher traurige Rückfahrt in die Hauptstadt. Und natürlich die Wünsche auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr und auf eine "Gute Besserung" für Alfonso Fusco.
 

Gew.-Kl. Sieger Urteil Verlierer
- 54 kg Zakhid Mekhtiev (BCC 94) n.P. (44:12) über Mouzafar Makki (Hertha BSC)
- 57 kg Rene Häußel (BCC 94) n.P. (35:26) über Vitalij Kiseljev (Hertha BSC)
- 60 kg Christopher Wolter (BCC 94) n.P. (19:7) über Rene Braun (Hertha BSC)
- 64 kg Faruk Shabani (Hertha BSC) n.P. (21:19) über Thomas Möbus (BCC 94)
- 69 kg Rene Benirschke (BCC 94) RSC (V) 2. Rd. über Alfonso Fusco (Hertha BSC)
- 75 kg Sven Dahl (BCC 94) n.P. (27:10) über Sergej Hakobyan (Hertha BSC)
- 81 kg Albert Wasilew (BCC 94) RSC (Ü) 3. Rd. über Andreas Hinz (Hertha BSC)
+ 81 kg Michael Werner (BCC 94) Disqu. 2. Rd. über Rene Schulz (Hertha BSC)


Im Finale treffen die Wölfe auf Hauptrundengegner Velberter BC, der den TSV Bayer 04 Leverkusen zu Hause mit 14:9 bezwang. Die genauen Termine und Ansetzungen werden derzeit noch verhandelt.
 

6. März 2004 - Berlin

Ersatzgeschwächte Wölfe unterliegen bei Hertha BSC Berlin mit 10:14 - Exorbitante Punkturteile

Ohne Halbschwergewichtler Albert Wasilew, der kurzfristig verletzungsbedingt ausfiel, gab es für die Chemnitzer in der Hauptstadt nichts zu holen. Das klare 10:14 ging nach mehrheitlicher Ansicht der zahlreich mitgereisten Fans auch in Ordnung. Sie anerkannten die geschlossene Mannschaftsleistung der Berliner, die sich allerdings auf einen heißen Rückkampf gefasst machen dürfen. Angeschlagene Wölfe sollen bekanntlich besonders gefährlich sein. Mit den beiden Wölfe-Siegen bleibt Zakhid Mekhtiev in dieser Saison weiter ungeschlagen und Michael Werner kommt immer besser in Fahrt. Gegen den besten Berliner Rene Braun musste Araik Sachbazjan hingegen seine erste Saisonniederlage hinnehmen.

Coach Olaf Leib beklagte allerdings den ausgeprägten Heimvorteil der Berliner, die bereits nach Runde eins oft schon klar in Front lagen: "Daher waren wir gezwungen, unser gesamtes taktisches Konzept umzustellen."
Das Kampfgericht aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sorgte mit exorbitanten Punktresultaten ohnehin für reichlich Diskussionsstoff. Mit der Aktivität der Kämpfer im Ring meinten sie es einfach zu gut. Eigentlich müssten hier wahre Ringschlachten stattgefunden haben? Denn lag die durchschnittliche Trefferzahl der Sieger in allen bisherigen Erstligabegegnungen der Saison bei 19, so brachten es die Sieger in der Berliner Gehrke-Halle auf sage und schreibe 43 Siegtreffer. Da hat die Crew um den erfahrenen Delegierten Peter Milord wohl bei der EM in Pula etwas zu genau hingeschaut, denn auch dort schoss die Tendenz der Punkte in diese Bereiche vor. Allerdings eine fragliche Tendenz, denn so werden auch zweifelhafte Aktivitäten gepunktet und Manipulationen vermehrt Tür und Tor geöffnet.

Auch wenn es einer Diskussion um des Kaisers Bart gleicht, bereiteten den Chemnitzern die großen Punktdifferenzen großen Ärger. Diese lassen ja eine sportliche Demontage vermuten. "Wenn Rene Häußel einem Remis zumindest nahe ist, dann ist eine Differenz von 24 Punkten ein Unding", konnte Wölfe-Coach Olaf Leib wenig Verständnis aufbringen.
So lagen die Wölfe beim Urteil im Schnitt mit 17 Punkten zurück. Die bisherige Durchschnittsdifferenz aller Erstligakämpfe brachte einen Wert von lediglich knapp 10 Punkten zustande. Da kann man dann natürlich nachvollziehen, wenn sich der DBV für eine nicht öffentliche Wertung im Boxen ausspricht. Die mitgereisten 40 Wölfe-Fans wären bei Kenntnis dieser Ergebnisse sicher nicht ganz so ruhig geblieben.

Oder sollte wirklich ein technischer Fehler der Punktmaschine vorgelegen haben, wie es Wölfe-Präsident Wolfgang Koß mutmaßte? Die Wertung des Schlusskampfes ließe zumindest den Schluss darauf zu. Hier hatte ein Kampfrichter die blaue Ecke mit 20 Punkten vorn gesehen, die anderen jedoch sahen Michael Werner als klaren Sieger. Eine angemahnte Überprüfung der Punktmaschine lehnte das Kampfgericht jedenfalls ab. Oder ahnte Peter Milord schon, das einer der Männer in weiß einfach nur die Ecken vertauscht hatte?

Hier die Ergebnisse:
Gew.-Kl. Sieger Urteil Verlierer
- 54 kg Zakhid Mekhtiev (BCC 94) n.P. (39:25) über Rafal Kaczor (Hertha BSC)
- 57 kg Vitalij Kiseljev (Hertha BSC) n.P. (50:26) über Rene Häußel (BCC 94)
- 60 kg Rene Braun (Hertha BSC) n.P. (35:15) über Araik Sachbazjan (BCC 94)
- 64 kg Faruk Shabani (Hertha BSC) n.P. (36:16) über Thomas Möbus (BCC 94)
- 69 kg Alfonso Fusco (Hertha BSC) n.P. (52:23) über Rene Benirschke (BCC 94)
- 75 kg Sandro Rubeca (Hertha BSC) n.P. (43:23) über Sven Dahl (BCC 94)
- 81 kg Mathias Kempe (Hertha BSC) Aufg. 1. Rd. über Alexander Golombek (BCC 94)
+ 81 kg Michael Werner (BCC 94) n.P. (46:29) über Rene Schulz (Hertha BSC)


Der Rückkampf findet am 20. März um 17 Uhr im Audi-Zentrum Chemnitz statt.

 

23.02.2004 - Chemnitz

KG Wolfenbüttel/Braunschweig zieht Staffel aus 1. Bundesliga zurück

Nach Abschluss der Hauptrunde hat die KG Wolfenbüttel/Braunschweig ihre Staffel aus dem Wettbewerb der 1. Bundesliga offiziell zurückgezogen. Damit wird es keine Kämpfe um den Absteiger aus der Bundesliga geben. In einem Brief nennt Jens-Uwe Wrede, der Chef der Kampfgemeinschaft, die Gründe, welche leider nachvollziehbar sind. Es wird damit höchste Zeit, dass die Ligavereine ihre Interessen gegenüber dem DBV mit Nachdruck erklären und sich der DBV der Zukunft des Ligaboxens ernsthaft widmet. Sollte dies nicht geschehen, wird es um den Boxsport und seine Popularität in absehbarer Zeit noch schlechter bestellt sein als derzeit ohnehin schon.
 

22.02.2004 - Chemnitz

Fanbus zum Halbfinal-Hinkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bei Hertha BSC Berlin

Zum Hinkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am 6. März beim BR Hertha BSC Berlin wird wieder ein großer Fanbus fahren. Abfahrt ist um 12 Uhr vom Parkplatz der Sporthalle "Am Schloßteich". Bestellungen sind an die BCC 94-Geschäftsstelle unter Tel.: 0371-5213617 zu richten. Der Fahrpreis (incl. Eintritt) beträgt 10 Euro. Beginn in Berlin ist um 18 Uhr.

 

7.2.2004 - Chemnitz:

Wölfe erfüllen sich mit Sieg über 13:10 Heimsieg über Eichstätt den Traum vom DM-Halbfinale - "Alte Dame" als Gegner im März

Es war ein historischer Tag für den Chemnitzer Boxsport, den die 500 Fans im prall gefüllten Audi Zentrum Chemnitz miterlebten. Der Optimismus vor dem entscheidenden Kampf um den Einzug ins DM-
Halbfinale war allenthalben groß, dass die Bayern nicht wie zum 5-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1999 diesmal den Wölfen die Siegesfeier wieder verderben würden. Immerhin reichte der Leib-Truppe schon ein Remis für den historischen Erfolg. Denn es ist genau 40 Jahre her, dass sich mit dem damaligen SC Karl-Marx-Stadt (u.a. mit den Deutschen Meistern Erwin Reinke und Hans-Jürgen Voigtländer sowie Haudegen "Manne" Sochatzy) eine sächsische Boxstaffel für eine Meisterschaftsendrunde qualifizierte. (Mit einem 12:4-Erfolg über den SC Traktor Schwerin sorgte damals der SCK vor 3000 Zuschauern auf der Freilichtbühne im Küchwald für diesen Erfolg. Die Endkampfteilnahme in Demmin wurde dem SCK allerdings durch eine Entscheidung am grünen Tisch erst zwei Tage vorm eigentlichen Finaltermin verwehrt.)

An diese glorreichen Zeiten des Boxsportes in Chemnitz erinnerte sich auch "Manne" Sochatzy am Samstag noch genau, als er wie viele alte Kämpen wieder unter den Fans weilte: "Ich bin damals umsonst zum Finalkampf in Demmin angereist, da mir von der Vereinsführung eine Urlaubsreise auf die Insel Rügen erlaubt wurde. Von da aus bin ich dann mit dem Zug nach Demmin und erfuhr erst dort, dass der Finalkampf nicht stattfindet und wir um die Finalteilnahme betrogen wurden." Der Grund für den erfolgreichen Einspruch der Schweriner war ihm allerdings nach 40 Jahren nicht mehr in Erinnerung.

Vorm ersten Kampf begann es aber nicht reibungslos für die Wölfe. Der Ausfall des Boxpointers war nur ein Schock
So ging es auch gleich erfolgreich für die Chemnitzer Wölfe los, wobei die Eichstätter nach eigener Aussage mit stärkster Truppe angereist waren. Zakhid Mekhtiev machte seine Ausnahmestellung im Bantamgewicht deutlich und blieb gegen den sich tapfer wehrenden Andreas Kreis weiter ungeschlagen.
             
Favorit Waldemar Völker begann dann gegen Rene Häußel wie die Feuerwehr, musste aber bald spüren, dass sich der 20-jährige Oelsnitzer geschickt mit beweglichem Konterboxen auf die wütenden Angriffe des Bayern eingestellt hatte. Die erste Runde ging nur relativ knapp an Völker. "Rene war diesmal schon in Runde eins hellwach", freute sich auch Stefan Baar, sein Heimcoach beim TuS BC Oelsnitz/Erzgebirge. Das Remis war ein gerechtes Urteil in einem tollen Fight.
                 
Dann folgten für die Eichstätter zwei schmerzhafte "Kreuzzüge" der Wölfe, die mit den Erfolgen im Leicht und Halbwelter den taktischen Schachzug der Bayern durchkreuzten. Tuncay Kasim sollte diesmal dem tschechischen Meister Sachbazjan aus dem Weg gehen und im Halbwelter für die nötigen Teampunkte sorgen. Araik Sachbazjan siegte dabei zunächst wie erwartet klar durch Abbruch in Runde eins über den chancenlosen Veli Dumanli, der sich seinen ersten Ringauftritt in Chemnitz sicher anders gewünscht hätte. Denn bereits vor elf Jahren war dem 29-jährigen kein Glück beschieden, als er 1993 noch in der Oberliga mit dem BC Wangen in Chemnitz weilte, aber wegen fehlender korrekter ärztlicher Untersuchung damals Startverbot erhielt.

Dieses hätte sich Tuncay Kasim diesmal insgeheim im Nachhinein vielleicht auch gewünscht? Der DM-Dritte riß gegen Thomas Möbus wahrlich keine Bäume aus und wurde sogar in Runde eins wegen Kopfstoßes verwarnt. So konnte "Möbe" in seinem 100. Kampf einen knappen aber einstimmigen Punktsieg verbuchen. Damit stand es zur Pause bereits 7:4 für die Wölfe und es war lediglich noch ein Remis zum Gesamterfolg nötig.

Youngster Rene Benirschke hätte dann gegen Murat Karo schon gern den Sack zugebunden. Doch gegen den nur ein Jahr älteren schlagstarken Ex-Frankenmeister konnte er nur selten durch die geschlossene Deckung klar punkten. "Es war dennoch boxerisch der wertvollste Kampf des Abends", zollte Wölfe-Coach Olaf Leib beiden Athleten ein Lob. Auch ein starker Schlussspurt Benirschkes konnte das Kampfgericht nicht mehr umstimmen.

Es blieb einmal mehr Staffelkapitän Sven Dahl vorbehalten, den entscheidenden Erfolg für den DM-Halbfinaleinzug beizusteuern. In einem jederzeit beherrschten Kampf setzte er gegen Denis Fütterer die klareren Akzente. "Ich habe in Runde drei etwas das Feuer rausgenommen, da ich mir sicher war. Dafür hatte ich noch genug Körner für den Endspurt", freute sich "Svenni" nicht nur über den Sieg sondern auch über die erneute Ehrung zum "Chemnitzer Boxer des Jahres 2003".
               
Über seine erste Saisonniederlage musste dann Albert Wasilew quittieren. Zwar fiel sie mit 2:3 gegen Siegmund Thebert knapp aus, aber Albert war nicht so spritzig wie gewohnt. Im abschließenden Schwergewicht konnte Michael Werner, der ebenfalls seinen 100. Kampf bestritt, seinen ersten Saisonsieg für die Wölfe landen. Der Kampf mit Andreas Grün, der in Runde vier verwarnt wurde, verdiente zwar keinen Schönheitspreis, endete aber einstimmig für den glücklichen Thüringer.



Alle Ergebnisse:

Rahmenkämpfe:
Schüler 40 kg: Maximilian Zeller (TuS BC Oelsnitz/E.)  RSC (V) 1. Rd. über Paul Kempt (BCC 94)
Junioren - 51 kg: Ronny Beblik (BCC 94)  n.P. (5:0) über Tom Tröger (TSV Oelsnitz/V.)

Gew.-Kl. Sieger Urteil Verlierer
- 54 kg Zakhid Mekhtiev (BCC 94) n.P. (5:0) über Andreas Kreis (BC Eichstätt)
- 57 kg Rene Häußel (BCC 94) Remis gegen Waldemar Völker (BC Eichstätt)
- 60 kg Araik Sachbazjan (BCC 94) RSC (Ü) 1. Rd. über Veli Dumanli (BC Eichstätt)
- 64 kg Thomas Möbus (BCC 94) n.P. (5:0)  über Tuncay Kasim (BC Eichstätt)
- 69 kg Murat Karo (BC Eichstätt) n.P. (4:1) über Rene Benirschke (BCC 94)
- 75 kg Sven Dahl (BCC 94) n.P. (5:0) über Dennis Fütterer (BC Eichstätt)
- 81 kg Siegmund Thebert (BC Eichstätt) n.P. (3:2) über Albert Wasilew (BCC 94)
+ 81 kg Michael Werner (BCC 94) n.P. (5:0) über Andreas Grün (BC Eichstätt)


Der Halbfinalgegner der Wölfe heißt nun BR Hertha BSC Berlin, der sich durch ein Remis bei der KG Wolfenbüttel/Braunschweig den 1. Platz in der Staffel Nord sicherte. Am 6. März müssen die Wölfe nach Berlin und am 20. März kommen die Mannen der "alten Dame" zum entscheidenden Kampf nach Chemnitz.

Die Ergebnisse des letzten Hauptrundenkampftages:
Staffel Nord: KG Wolfenbüttel/Braunschweig - BR Hertha Berlin   12:12
Staffel Süd: BC Chemnitz 94 - BC Eichstätt  13:10

Die Abschlusstabellen:
Tabelle Nord:
          1. BR Hertha BSC Berlin                    4          46 – 48            5 : 3
                                2. TSV Bayer 04 Leverkusen              4          50 – 44            4 : 4
                                3. KG Wolfenbüttel/Braunschweig       4          45 – 49            3 : 5
 

Tabelle Süd:            1. Velberter BC 22                             4          51 – 44            6 : 2

                                2. BC Chemnitz 94                             4          48 – 47            4 : 4

                                3. BC Eichstätt                                  4          44 – 52            2 : 6    

Ansetzungen im DM-Halbfinale am 6. und 20. März (Erstgenannte am 6. März mit Heimrecht):
BR Hertha BSC Berlin – BC Chemnitz 94
Velberter BC – TSV Bayer 04 Leverkusen

 

31.1.2004 - Velbert

Wölfe unterliegen mit 11:13 dem Titelverteidiger

Vor rund 600 Zuschauern unterlag der BC Chemnitz am Velberter Birth dem Titelverteidiger mit 11:13. Dabei war es fast eine Kopie des Hinkampfes in Chemnitz, da bis auf Neuling Enrico Köbbert immer die gleichen Sieger den Ring verließen. "Wäre Rene Häußel nicht Opfer eines Fehlurteils geworden, so wäre sogar ein Remis drin gewesen", war BCC-Präsident Wolfgang Koß angefressen.

Die Einzelergebnisse:

Gew.-Kl. Sieger Urteil Verlierer
- 54 kg Zakhid Mekhtiev (BCC 94) n.P. (19:11) über Vardan Zakarjan (Velberter BC)
- 57 kg Enrico  Köbbert (Velberter BC) n.P. (21:14) über Rene Häußel (BCC 94)
- 60 kg Araik Sachbazjan (BCC 94) n.P. (10:8) über Jürgen Demin (Velberter BC)
- 64 kg Ali Ahraoui (Velberter BC) Aufg. 4. Rd.  über Thomas Möbus (BCC 94)
- 69 kg Odion Moses (Velberter BC) n.P. (26:7) über Rene Benirschke (BCC 94)
- 75 kg Dimitri Serdjoek (Velberter BC) n.P. (36:14) über Sven Dahl (BCC 94)
- 81 kg Albert Wasilew (BCC 94) RSC 2. Rd. (V) über Christian Wallot (Velberter BC)
+ 81 kg Vitali Boot (Velberter BC) Aufg. 2. Rd. über Michael Werner (BCC 94)

In der Nordstaffel kämpften: TSV Bayer 04 Leverkusen - KG Wolfenbüttel/Braunschweig 14:10
 

26.1.2004 - Chemnitz

Noch freie Plätze im Wölfe-Fanbus zum Velberter BC am 31.1.

Für den schweren Bundesliga-Auswärtskampf beim Velberter BC am Samstag, d. 31.1., stehen noch Plätze im Wölfe-Fanbus zur Verfügung. Für 15 Euro (Eintritt inclusive) können interessierte Fans noch Plätze buchen. Einfach unter 0371-5213617 in der BCC-Geschäftsstelle die Busplätze reservieren lassen. Abfahrt ist am Samstag um 10 Uhr vom Parkplatz an der Sporthalle am Schloßteich.
 

18.1.2004 - Chemnitz

Die Ergebnisse des 4. Kampftages der Hauptrunde der 1. Bundesliga:

Staffel Nord: Hertha BSC Berlin - TSV Bayer Leverkusen   12 :  11
                 
kampffrei: KG Wolfenbüttel/Braunschweig

Staffel Süd:  BC Eichstätt - Velberter BC  12 : 11
                   kampffrei: BC Chemnitz 94
 

21.12.2003 - Chemnitz

Die Ergebnisse des 3. Kampftages der Hauptrunde der 1. Bundesliga:

Staffel Nord: Hertha BSC Berlin - KG Wolfenbüttel/Braunschweig  13:10
                   kampffrei: TSV Bayer Leverkusen

Staffel Süd: Velberter BC - BC Eichstätt  14:10
                  kampffrei: BC Chemnitz 94
 

20.12.2003 - Chemnitz

Bundesliga-Saisonverlauf bis zum Ende auf dem Papier in trockenen Tüchern

Der DBV hat nun die Fortsetzung der Ligasaison nach der Hauptrunde aufs Papier gebracht. Der Deutsche Mannschaftsmeister wird nach Ende der Hauptrunde durch Play-off-Kämpfe der jeweils Erst- und Zweitplazierten ermittelt.

Die sind die geplanten Ansetzungen der Play-offs:

6.März 2004:  1. Gruppe Süd - 2. Gruppe Nord (Paarung A) und
                       1. Gruppe Nord - 2. Gruppe Süd (Paarung B)
Rückkämpfe am 20. März 2004

17. April 2004:
Kampf um Platz 3: Verlierer Paarung A - Verlierer Paarung B
Kampf um Platz 1: Sieger Paarung A - Sieger Paarung B
Rückkämpfe am 8. Mai 2004

Der Abstieg wird zwischen den Drittplazierten der Gruppen ausgekämpft:

6. März 2004: Dritter Gruppe Süd - Dritter Gruppe Nord
20. März 2004: Rückkampf
 

6.12.2003 - Chemnitz

Wölfe unterliegen nach großem Kampf dem Velberter BC mit 11:13

Die zweite große Überraschung durch die Chemnitzer Wölfe blieb aus. Vor rund 600 Zuschauern im Audi Zentrum Chemnitz unterlag der BCC 94 dem amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister Velberter BC mit 11:13. Die Sieger auf Chemnitzer Seite waren Zakhid Mekhtiev, Araik Sachbazjan und Albert Wasilew. Der Leipziger DHfK-Boxer wurde für seinen 15:2-Erfolg über Christian Wallot von den Fans mit überragender Mehrheit zum "BCC-Boxer des Tages" gewählt.

 

1.12.2003 - Chemnitz

Wölfe sagen Titelverteidiger heißen Tanz an

Obwohl die Chemnitzer Wölfe als klarer Außenseiter am Samstagnachmittag (Beginn 17 Uhr im Audi Zentrum Chemnitz) in ihre Heimpremiere der 1. Bundesliga gehen, wollen sie dem Titelverteidiger vom Velberter BC einen großen Kampf liefern. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Eichstätt hat die Truppe von Olaf Leib Selbstvertrauen getankt. Mit den Velbertern kommt ein "dankbarer" Gegner nach Sachsen. Ein Erfolg, wie in den Jahren 1996 und 98, als die Velberter in Chemnitz jeweils ihre Tabellenführung verloren, wäre eine Überraschung. Eine Wölfe-Niederlage aber würde niemanden wundern. Obwohl diesmal ja die Vorzeichen andersherum stehen und die Chemnitzer nach dem 1. Kampftag überraschend auf Platz eins rangieren. Ob dies am Samstagabend auch noch so sein wird, bleibt abzuwarten. Die große Unbekannte wird die Aufstellung der Bergischen sein, da sie ja am 1. Kampftag kampffrei waren. "Egal wer für Velbert in den Ring klettert. Es wird eine Klassestaffel mit klangvollen Namen in Chemnitz antreten, da bin ich mir sicher", weiß Wölfe-Coach Olaf Leib, dass eine hohe Hürde auf seine Mann zukommt.

 

22.11.2003 - Eichstätt

Sensationeller Wölfe-Jubel in Eichstätt: 13:11-Erfolg bei Erstligapremiere

Die rund 400 Eichstätter Fans um den Ring verließen am 1. Hauptrundenkampftag enttäuscht die Eichstätter Boxhalle. Jubeln konnten allein die rund 25 mitgereisten Wölfe-Fans. Denn ihre Männer hatten sich mit einer äußerst disziplinierten und couragierten Mannschaftsleistung einen kaum für möglich gehaltenen 13:11-Erfolg zu ihrer Erstligapremiere gesichert.
Coach Olaf Leib, der in Windeseile von der IDJM-Endrunde in Kassel ins Bayerische gedüst war, brachte überraschend Zakhid Mekhtiev im Bantamgewicht. Der Döbelner ließ auch zu keiner Zeit Zweifel, wer der Herr im Ring war. Souverän erboxte er sich einen 26:4-Erfolg über Andreas Kreis.
Dann zogen vorübergehend die Hausherren mit zwei Erfolgen davon. Rene Häußel kam zu spät ins Rennen, um die Niederlage gegen Waldemar Völker zu verhindern. Erst in Runde drei und vier erreichte er Gleichwertigkeit, doch da war der 30:6-Erfolg für den Bayern schon im Kasten. Eine starke Leistung bot der Junioren-DM-Dritte Christopher Wolter im Leichtgewicht gegen Tuncai Kasim. Der hochfavorisierte Eichstätter kam nur selten durch die kompakte Deckung Wolters zum Erfolg. Wolter hingegen verpasste bei der 4:7-Niederlage selbst aktiver zu agieren. "Dadurch hätte er sogar den Sieg drin gehabt", war Wölfe-Präsident Wolfgang Koß überzeugt.
Diese starke Leistung motivierte auch Thomas Möbus, der seine aufstrebende Form gegen Özer Yagcioglu unter Beweis stellen konnte. Diszpliniert boxte er mit einer tollen Steigerung ab Runde drei einen 20:16-Erfolg nach Hause. Nach Runde zwei lag er noch sieben Punkte im Rückstand, was die Aufholjagd noch unterstreicht.
Von allen geherzt wurde im Anschluss der 18-jährige Rene Benirschke, als er nach seinem 17:15-Erfolg über Alexander Fütterer strahlend den Ring verließ. Variable aus stabiler Deckung boxend erfüllte er die in ihn gesetzten Erwartungen voll und ganz.

Was danach Mittelgewichtler und Mannschaftskapitän Sven Dahl vollbrachte, hatte nach Tainerworten den Anstrich einer Deklassierung für Denis Fütterer. Obwohl "Svenni" den Eichstätter mit Treffern zudeckte, lag er beim Kampfgericht nach jeder Runde nur mit einem Punkt in Front. "Ein Unding", kommentierte Leib diese Wertung. Um so höher ist der 17:14-Erfolg einzuschätzen, der viel zu knapp ausfiel.
Damit war bereits ein Remis für die Wölfe im sicheren Hafen. Doch Albert Wasilew hatte einen ganz besonderen Tag erwischt. Coach Olaf Leib bezeichnete es als einen "Elfer im Lotto", was Albert zeigte.  In Runde zwei nahm er Maß beim hochgelobten Ertan Isik, und brachte einen rechten Aufwärtshaken zum Kopf knallig ins Ziel. Das Handtuch flog aus der Eichstätter Ecke und der Ringrichter brach den Kampf ab. Damit war der umjubelte Sieg sichergestellt, denn im Schwergewicht kam Michael Werner für die Wölfe über einen 8:12-Punktniederlage gegen Dejan Vukoijcic noch nicht hinaus.

"Die Disziplin war heute unsere große Stärke", kommentierte ein erleichterter Trainer den Wölfe-Triumph. Bei den bisherigen drei Wölfe-Gastspielen konnte ja lediglich ein einziger Sieg durch Kai Kurzawa erboxt werden. "Das wertet die heutige Leistung wohl auch noch auf", so Wölfe-Präsident Wolfgang Koß, der wie Olaf Leib den jungen Leuten noch ein erhebliches Steigerungspotential zutraut.

 

18.11.2003 - Chemnitz

Die Ansetzungen der Bundesliga-Hauptrunde:

Staffel Nord: BR Hertha BSC Berlin, KG Wolfenbüttel/Braunschweig, TSV Bayer 04 Leverkusen

Staffel Süd: BC Eichstätt, Velberter BC (Titelverteidiger), BC Chemnitz 94

1. Kampftag - 22.11.2003:
Staffel Nord: KG Wolfenbüttel/Br. -  TSV Bayer Leverkusen
Staffel Süd: BC Eichstätt -
BC Chemnitz 94

2. Kampftag - 6. 12. 2003:
Staffel Nord: TSV Bayer Leverkusen - BR Hertha BSC Berlin
Staffel Süd: BC Chemnitz 94 - Velberter BC

3. Kampftag - 20.12.2003:
Staffel Nord: BR Hertha BSC Berlin - KG Wolfenbüttel /Br.
Staffel Süd: Velberter BC - BC Eichstätt

4. Kampftag - 17.1.2004:
Staffel Nord: BR Hertha BSC Berlin - TSV Bayer Leverkusen
Staffel Süd: BC Eichstätt - Velberter BC

5. Kampftag - 31.1.2004:
Staffel Nord: TSV Bayer 04 Leverkusen - KG Wolfenbüttel/Br.
Staffel Süd: Velberter BC -
BC Chemnitz 94

6. Kampftag - 7.2.2004:
Staffel Nord: KG Wolfenbüttel/Br. - BR Hertha BSC Berlin
Staffel Süd: BC Chemnitz 94 - BC Eichstätt

Über die Fortsetzung der Saison hat der DBV zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden.

 

18.11.2003 - Chemnitz

Wölfe bestreiten Saisonauftakt am Samstag in Eichstätt

Ihren ersten Erstligakampf in der Vereinsgeschichte müssen die Chemnitzer Wölfe am Samstagabend beim BC Eichstätt bestreiten. Für die junge Truppe von Olaf Leib sicher ein ganz schwerer Brocken. Doch die jungen Burschen sind hochmotiviert, die eine oder andere Überraschung als Erstliganeuling zu schaffen. Für den ersten Kampftag sind alle Athleten an Deck. Fans, welche die Wölfe in Eichstätt unterstützen wollen, können sich noch für den Fanbus anmelden (Tel.: 0371-5213617), der am Samstag um 12 Uhr ab dem Parkplatz an der Sporthalle "Am Schloßteich" abfährt.
 

29.10.2003 - Chemnitz

Neue Termine für 1. Bundesliga perfekt - BC Singen steigt aus - Velbert neuer Gegner für Chemnitzer Wölfe

Keine Ligasaison ohne unerfreuliche Überraschungen. Nachdem der DBV die 2. Bundesliga durch ihre Auflösung auf den Scheiterhaufen der deutschen Boxgeschichte verbannte, hoffte man beim Verband nach der letztjährigen verkorksten Erstligasaison auf Besserung. Nun aber dennoch der erste (?) Rückschlag. Der BC Singen stieg aufgrund sportlicher und finanzieller Probleme aus der Staffel Süd der Deutschen Box-Bundesliga, wie die 1. Liga offiziell vom DBV getauft wurde, aus. Näher Infos dazu auf der Internetseite des BC Singen in der Sparte "News".

Damit machte sich nun auch ein neuer Terminplan für beide Staffeln erforderlich. Gleichzeitig tauschte man die Staffelzugehörigkeit von Bayer Leverkusen und Velberter BC. Damit ist nunmehr der Deutsche Mannschaftsmeister Velberter BC neben dem BC Eichstätt unser Hauptrundengegner. Somit wird die Hauptrunde der Staffel Süd in einer Dreierstaffel ausgetragen, da sich u.a. Wölfe-Ligamanager Olaf Leib aus finanziellen Gründen gegen eine einheitliche Staffel aus sieben Mannschaften aussprach.

Der Terminplan und die Modalitäten der Platzierungskämpfe stehen derzeit noch nicht fest.

Die neue Staffeleinteilung der 1. Bundesliga:

Staffel NORD:       
KG Wolfenbüttel/Braunschweig, BC Cottbus, BR Hertha BSC Berlin, TSV Bayer 04 Leverkusen

Staffel SÜD:
BC Eichstätt, Velberter BC (Titelverteidiger), BC Chemnitz 94

Hier der neue Terminplan der Hauptrunde in der Staffel Süd:

1. Kampftag - 22.11.2003: BC Eichstätt - BC Chemnitz 94 (kampffrei: Velberter BC)
2. Kampftag -   6.12.2003: BC Chemnitz 94 - Velberter BC (kampffrei: BC Eichstätt)
3. Kampftag - 20.12.2003: Velberter BC - BC Eichstätt (kampffrei: BC Chemnitz 94)
4. Kampftag - 17.01.2004: BC Eichstätt - Velberter BC (kampffrei: BC Chemnitz 94)
5. Kampftag - 31.01.2004: Velberter BC - BC Chemnitz 94 (kampffrei: BC Eichstätt)
6. Kampftag - 07.02.2004: BC Chemnitz 94 - BC Eichstätt (kampffrei: Velberter BC)

Über den weiteren Saisonverlauf informieren wir, sobald der DBV darüber entschieden hat.

21.08.2003 - Chemnitz

Ende November steigt Erstliga-Premiere der Wölfe im Audi-Zentrum Chemnitz

Es waren ereignisreiche und ziemlich nervenaufreibende 24 Stunden, bevor am heutigen Donnerstagmittag feststand: Der BCC 94 nimmt das Abenteuer 1. Box-Bundesliga 2003/04 in Angriff.
In einer Eilentscheidung (aufgrund einer völlig überraschend gesetzten 24-Stunden-Frist) mussten die Vorstände von BCC 94 und seines Fördervereins über die Ligazukunft des Chemnitzer Boxsportes entscheiden. In einer nicht einstimmigen Entscheidung sprach man sich trotz bestehenden Finanzloches von ca. 30 000 € mehrheitlich für einen Erstligastart aus. Die Entscheidung stellt aber zugleich auch eine große sportliche Herausforderung dar. "Die Fans werden sich auf spannende und hochklassige Boxkost freuen können. Jetzt gilt es für uns, die finanzielle Grundlage für einen erfolgreichen Erstligastart zu schaffen", weiß Liga-Manager und Wölfe-Coach Olaf Leib arbeitsreiche Wochen vor sich.