| WM-News-Archiv Chicago
2007 |
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28.10.2007
- Chicago
Ergebnisdienst vom 27.10.: Konstantin
Buga glänzt - Köber, Herfurth und Beblik ausgeschieden
Gestern
konnte mit dem Berliner Mittelgewichtler Konstantin Buga nur ein deutscher
Boxer die Vorrundenhürde überspringen. Er bot gegen den Franzosen
Jean Michel Raymond eine starke Leistung und siegte verdient mit 19:8-Punkten.
Er trifft nun im Achtelfinale in der Nacht zum Mittwoch MEZ auf den
US-Amerikaner Shwan Estrada.
Nach dem Ausscheiden von Ronny Beblik erwischte es auch Superschwergewichtler
Stefan Köber (Frankfurt/O.), der dem Litauer Jaroslaw Jaksto beim
6:22 ebenfalls deutlich unterlegen war. Nicht unerwartet kam hingegen
das Scheitern von Marcel Herfurth (Halle, - 57 kg), der gegen Europameister
Albert Selimov mit 6:30 unterlag.
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27.10.2007
- Chicago
Ronny Beblik scheidet nach klarer Niederlage
gegen Inder Kumar aus WM-Rennen aus
 Ronny
Beblik konnte heute Abend seinen guten WM-Auftakt leider nicht untermauern.
Im zweiten Vorrundenkampf unterlag er dem Inder Jitender Kumar relativ
deutlich mit 10:29 Punkten. Von Beginn an lag er gegen Kumar zurück.
Sah nach Runde eins der 3-Punkte-Rückstand noch korrigierbar aus,
so wuchs der Vorsprung des Dritten der Asienmeisterschaften nach Runde
drei auf ein Dutzend an. Auch in Runde vier konnte Ronny dann keine
Ergebnisverbesserung mehr erreichen. Nach Augenzeugenberichten fiel
der Sieg aber etwas zu hoch aus, was sich anhand des Punktprotokolls
durchaus auch nachvollziehen lässt.
"Ich hatte die Order, nach vorn zu gehen und ihn unter Druck zu
setzen. Das habe ich auch versucht, aber er war sehr beweglich und seine
Führhand hing fast in Kniehöhe. Wenn ich angriff, konterte
er mich oft aufwärts ab. Das hat mich schon etwas verunsichert.
Die Niederlage ging schon in Ordnung", gestand "Bebi"
kurz nach dem Kampf.
Allerdings haderte er auch etwas mit der Leistung des Kampfgerichts.
"Ich habe gekämpft, aber wenn man keine Punkte bekommt, was
will ich dann machen? Wenn ich in der letzten Runde nicht einen Treffer
in die Wertung bekommen habe, kann das ja gar nicht wahr sein",
zeigte er sich über das Zustandekommen des deutlichen Punktergebnisses
schon erstaunt. Immerhin sahen sogar zwei Punktrichter den Sachsen im
Schlussgang in ihrer individuellen Wertung nicht einmal im Hintertreffen,
obwohl diese Runde mit 0:7 an den Inder ging! Selbst ohne Videokenntnis
und Kenntnis der Kämpferkonstellation im Ring ist dies ein zumindest
bemerkenswertes Ergebnis. Auch Ringrichter Shadrack aus Lesotho war
nach Ronnys Auffassung einige Male überfordert: "Als Kumar
vorn lag, klammerte er dann immer öfter, was aber der Ringrichter
kaum sah bzw. es mir in die Schuhe schieben wollte."
Kein Grund allerdings
für den 21-jährigen Chemnitzer, den Kopf nun in den Sand zu
stecken. Drücken wir ihm die Daumen, dass er seine Olympiachance
noch bei einem der zwei europäischen Olympiaqualifikationsturniere
im kommenden Jahr bekommt. "Ich
muss jetzt schnell wieder nach vorn schauen. Bis zur DM Ende des Monats
ist nicht viel Zeit. Und nur der Deutsche Meister fährt zu den
Quali-Turnieren", schaut er, wenn auch etwas zähneknirschend,
nach vorn. |
27.10.2007 - Chicago
Schwierige Aufgabe für Ronny: Heute
Abend "Zimmerehre" retten - Eine indische Rechnung ist noch
offen bei Ronny
Heute
Abend heisst es für alle Wölfe-Fans wieder feste Daumendrücken
für "Bebi",
wenn er kurz nach halb acht MESZ in der zweiten Runde auf Jintender
Kumar aus Indien trifft. Der Bronzemedaillengewinner der Asienmeisterschaften
vom Juni dieses Jahres und der letztjährigen Commonwealth-Games
ist zwei Jahre jünger als Ronny (eine ursprünglich andere
Meldung war eine Verwechslung mit seinem Namensvetter aus dem Halbschwergewicht
- d.A.).
Es ist nicht die erste Bekanntschaft Ronnys mit dem indischen Boxsport,
der in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat. Im Jahre
2002 traf er in Cottbus in seinem sage und schreibe erst achten Kampf
seines jungen Boxerlebens bereits auf den amtierenden Kadetten-Weltmeister
Suranjoy Balbir und unterlag nur mit 6:18-Punkten. So gesehen hat er
mit Indien noch eine Rechnung offen!
Nach dem Ausscheiden von Rustam Rahimov am gestrigen Abend herrscht
ohnehin "verkehrte Welt" in Ronnys Hotelzimmer. Kaum einer
hätte es ja für möglich gehalten, dass der Routinier
eher das Turnier verlassen muss als das "Vizeküken" im
deutschen Aufgebot. Somit geht es für Ronny heut Abend wohl auch
ein klein wenig darum, die Zimmerehre zu retten. Ein Gedanke, der in
seiner Vorbereitung aber sicher keine Rolle spielen wird.
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| 27.10.2007
- Chicago
Ergebnisdienst vom 26.10.: Erster
Aderlass der deutschen Staffel - Rustam Rahimov scheidet gegen Kasachen
aus, Dreßen unterliegt Europameister nur knapp - Povernov weiter
Gleich
zum Auftakt der zweiten Runde hat es nun den ersten deutschen Kämpfer
erwischt. Bantamgewichtler Rustam Rahimov musste durch eine 12:19-Niederlage
gegen den Kasachen Mirzhan Rakhimzhanov die Segel streichen. Nachdem
der Kasache schnell auf drei Punkte enteilt war, konnte Rustam bis anfangs
der dritten Runde den Rückstand wieder auf einen Punkt verringern.
Doch dann geriet er auf die Verliererstraße, wobei das Kampfgericht
nach Ansicht von Augenzeugen des Kampfes seinen Anteil daran hatte.
Ganz so überraschend kam das Ausscheiden des Weltranlistenersten
aus Velbert allerdings nun auch nicht, verlief doch seine WM-Vorbereitung
nicht optimal, sodass es auch bei den WM-Nominierungskämpfen in
Heidelberg fehlte.
Als zweiter Deutscher musste auch Martin Dreßen (- 64 kg, Schwerin)
in dieser Nacht aus dem Turnier ausscheiden. Er zeigte allerdings bei
der knappen 7:10-Niederlage gegen Europameister Boris Georgiew eine
sehr anprechende Leistung.
Sie blieb gestern Alexander Povernov (- 91 kg, Gifhorn) der einzige
Deutsche, der sich weiterhin Hoffnung auf eine Medaille machen kann.
Er bezwang in einem schweren Kampf den Polen Kzristof Zimnach mit 18:10-Punkten.
Er trifft nun im Achtelfinale in der Nacht zum Mittwoch auf den ebenfalls
starken Italiener Clemente Russo, den er aber bei der EM in Plovdiv
schlagen konnte.
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| 26.10.2007
- Chicago
Ergebnisdienst
vom 25.10.: Weste
der deutschen Boxer bleibt nach Abschluss der ersten Vorrunde weiß
- doch die Europameister scharren schon mit den Füßen
Nachdem
in dieser Nacht die erste Vorrunde der WM ihren Abschluss fand, stehen
die deutschen Boxer in Chicago erfreulicherweise mit unbefleckter Bilanz
da. In dieser Nacht gewann auch Halbschwergewichtler Gottlieb Weiss
(Hockenheim) seinen Auftaktkampf, der dem Tschechen Petr Novotny beim
20:4-Erfolg keine Chance ließ. Er trifft nun in der Nacht zum
Montag (MEZ) auf den Chinesen Xiaoping Zhang.
In der nächsten
Runde haben dann auch Jack Culzay, Artur Schmidt und Stefan Köber
ihren ersten Auftritt in Chicago, die in der ersten Runde ein Freilos
gezogen hatten. Heute müssen Rustam Rahimov (- 54 kg), Alexander
Powernov (- 91 kg) sowie Martin Dreßen (- 64 kg) in den Ring.
Die Kontrahenten sind in dieser Runde nun teilweise schon von andrem
Schrot und Korn, so wartet auf Dreßen heute gleich der bulgarische
Europameister Boris Georgiew. |
25.10.2007
- Chicago
Viele Grüße vom Ufer des Michigansees
an seine Fans in der Heimat sendet Ronny Beblik
 Verständlicherweise
war die Erleichterung nach der geglückten WM-Feuertaufe bei "Bebi"
riesig, als er wieder zurück im WM-Hotel war. Immerhin war sein
Auftaktgegner als Südamerikameister ja nicht von Pappe und zudem
noch ein ungeliebter Rechtsausleger. Wie klar er ihn aber von Beginn
an beherrschte, ließ selbst die ihn in der Ringecke betreuenden
Trainer Adolf Angrick und Ex-Vereinskamerad und Wölfe-Bundesligaboxer
Vladimir Pletnev zu kleinen Frotzeleien hinreißen. "Diesmal
waren die Beine schneller als die Fäuste", neckte Angrick
nach der misslungenen vierten Runde mit hochgezogenen Mundwinkeln. Dies
war eine Anspielung auf die selbstbewusst kritischen Hinweise, welche
die eigentlich als zurückhaltend bekannte "Fliege" ab
und an im Training vom Stapel lässt.
Fern
der Heimat hatte Ronny noch eine besondere Bitte, der wir hier gern
nachkommen. Er bat, all seine Fans und Freunde in und um den Verein
zu grüßen, die ihm heute Abend die Daumen gedrückt haben.
Und nicht nur eingefleischte Boxexperten waren ja darunter. So haben
auch Böttcher&Fischer vom Radiosender R.S.A. in ihrer heutigen
Morgenshow der Chemnitzer "Fliege" alles Gute gewünscht.
Ronny verspricht Euch allen, auch am Samstag gegen den Inder Kumar wieder
sein Bestes zu geben. Bis dahin wird er bei lockerem Training die Akkus
auftanken und die anderen deutschen Boxer im UIC-Pavillon lautstark
unterstützen. |
| 25.10.2007
- Chicago
Ronny Beblik schlägt Südamerikameister mit 16:13 Punkten -
Am Samstag ist Inder Jitender Kumar nächster Gegner
 Es
ist vollbracht, der Traum vom Sieg hat sich erfüllt. Ronny Beblik
feierte eine gelungene WM-Premiere. Der 21-jährige Chemnitzer schlug
in seinem Auftaktkampf in Chicago den kolumbianischen Südamerikameister
William Urina Serna mit 16:13 Punkten.
Ohne jede Nervosität startete "Bebi" in den Kampf und
ging nach 20 Sekunden bereits in Führung. Sein toller Beginn wird
unterstrichen durch den Fakt, dass er in der ersten Runde keinen einzigen
Treffer hinnehmen musste und mit 4:0 in die Ecke ging. Diesen Vorsprung
konnte er kontinuierlich auf acht Punkte nach Runde drei ausbauen. Doch
dann begann noch einmal völlig unverhofft das Zittern. "Ich
verlor völlig mein Konzept", gestand er auch hinterher ein.
Der Kolumbianer setzte alles auf eine Karte, wollte unbedingt den Knockout
und konnte so den Rückstand noch auf drei Punkte verringern. "Ich
hab mich gut gefühlt. In der dritten Runde konnte ich ganz locker
immer wieder über außen punkten. Auch konditionell hatte
ich keien Probleme", freut er sich auf den nächsten Kampf.
Ende gut, alles gut - hieß es jedoch nach seinem erfolgreichen
WM-Einstand.
Der Kampfverlauf nach Rundenendständen (jeweils untere Zeile):
Am Samstag Abend trifft Ronny nun auf Jitender Kumar aus der aufstrebenden
Boxnation Indien. Kumar gewann in diesem Jahr Bronze bei den Asienmeisterschaften
und im Vorjahr ebenfalls Bronze bei den Commonwealth-Spielen. Kumar
bezwang den Moldawier Igori Samoilenco mit 20:14 Punkten.
Sicher wäre der Moldawier für Ronny der willkommenere Gegner
gewesen, denn mit ihm hat er noch eine Rechnung aus dem Januar offen.
Gegen den Moldawier musste er beim Bocskai-Memorial in Debrecen eine
seiner zwei diesjährigen Hilfspunkt-Niederlagen hinnehmen.
Im Treffen der "Giganten"
des Fliegengewichts bezwang Europameister Georgy Balakshin (Russland)
den Weltranglistenersten Jerome Thomas (Frankreich) klar mit 25:11.
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25.10.2007
- Chicago
Wer qualifiziert sich überhaupt für
Olympia?
Diese
Frage ist sicher eine der meistgestelltesten unter den Boxfans in diesen
Tagen? Es wird zwar immer wieder vom ersten Qualifikationsturnier für
Peking 2008 gesprochen, doch kaum einer weiss, welche Qualifikationskriterien
aktuell sind.
Laut AP qualifizieren
sich vom Halbfliegengewicht bist zum Halbschwergewicht alle Viertelfinalisten,
nur im Schwer- und Superschwergewicht können nur die Halbfinalisten
die Olympiatickets buchen.
Im Jahre 2008 finden dann noch zwei weitere europäische Qualifikationsturniere
in Pescara (Italien) und Athen statt.
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| 25.10.2007
- Chicago
Ergebnisdienst vom 24.10.: Auch
Herfurth, Buga und Povernov in der nächsten Runde
Mit
dem Hallenser Marcel Herfurth (- 57 kg) konnte der dritte deutsche Boxer
in die nächste Runde einziehen. Er besiegte gestern Mittag Ortszeit
den Engländer Stephen Smith mit 20:14 Punkten jederzeit verdient.
Nur zu Beginn lag der Engländer schnell mit 3:1 in Front, doch
bereits nach Runde eins führte Herfurth mit einem Punkt. Den Vorsprung
baute er bis zur vierten Runde auf fünf Punkte aus und im Schlussgang
verwaltete er diesen gegen den immer gefährlich bleibenden Weltranglistenneunten.
Herfurth hat nun Samstagnacht MEZ eine ganz harte Nuss zu knacken: den
russischen Europameister und Weltranglistenfünften Albert Selimov.
In dieser Nacht zogen dann auch Konstanin Buga (Berlin, - 75 kg) und
Alexander Povernov (Gifhorn, - 91 kg) nach. Buga siegte gegen Tobias
Luca Webb aus Wales beim Stande von 25:5-Punkten durch die 20-Punkt-Regel
mit RSCO in Runde drei. Er trifft nun am Samstagabend MESZ auf den Franzosen
Jean Michel Raymond.
Alexander Povernov wurde seiner Favoritenrolle gegen den Rumänen
Marian Bogdan Dinu gerecht und siegte unangefochten 18:4. Er trifft
in der nächsten Runde in der Nacht zum Samstag (MESZ) auf den Polen
Kzristof Zimnoch, der immerhin einen heimbevorteilten Amerikaner knapp
schlagen konnte.
Heute gilt unser besonderes Daumendrücken Ronny Beblik, der zwischen
19 und 20 Uhr (MESZ) zu seiner WM-Premiere in den Ring muss. In dieser
Nacht wird dann auch noch Gottlieb Weiss seinen WM-Einstand geben.
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24.10.2007
- Chicago
Ergebnisdienst vom 24.10.: Marcel
Herfurth als dritter dbv-Athlet in der nächsten Runde
Mit
dem Hallenser Marcel Herfurth (- 57 kg) konnte der dritte deutsche Boxer
in die nächste Runde einziehen. Er besiegte heute mittag Ortszeit
den Engländer Stephen Smith mit 20:14 Punkten jederzeit verdient.
Nur zu Beginn lag der Engländer schnell mit 3:1 in Front, doch
bereits nach Runde eins führte Herfurth mit einem Punkt. Den Vorsprung
baute er bis zur vierten Runde auf fünf Punkte aus und im Schlussgang
verwaltete er diesen gegen den immerhin Weltranglistenneunten. Herfurth
hat nun Samstagnacht MEZ eine ganz harte Nuss zu knacken: den russischen
Europameister und Weltranglistenfünften Albert Selimov.
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24.10.2007
- Chicago
Ergebnisdienst vom 23.10.: Erfolgreicher
Auftakt für deutsche Athleten
Mit
zwei Siegen startete die dbv-staffel in die WM von Chicago. Weltranglistenerster
Rustam Rahimov (Velbert) ließ gegen Jose Geovanny Pantaleon aus
Guatemala nichts anbrennen, konnte seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen
und siegte am Ende verdient mit 16:7-Punkten. Im nächsten Kampf
der Vorrunde trifft er am Freitag auf den Kasachen Mirzhan Rakhimzanov.
Der Schweriner Martin Dreßen konnte sich im Halbwelter gegen den
Israeli Muhammad Taha Sabia mit 43:19-Punkten ebenfalls klar durchsetzen
und trifft nun im nächsten Vorrundenkampf am Freitagabend MEZ gleich
auf den amtierenden bulgarischen Europameister und Weltranglistendritten
Boris Georgiew.
Am heutigen Mittwoch müssen Marcel Herfurth (Halle/S.), Konstantin
Buga (Berlin) und Alexander Povernov (Gifhorn) in den Ring. |
| 23.10.2007
-Chicago
Ronny Beblik nicht vom Losglück verfolgt
- Auftaktgegner ist der kolumbianische Südamerikameister William
Urina Serna
Die
Spannung ist vorbei. Allein 47 Lose befanden sich im Lostopf der Klasse
- 51 kg, dem Fliegengewicht. (Minimum stellten 37 Boxer im Halbfliegen
dar.)
Für Ronny Beblik gab es jedoch wenig großen Grund zum Lachen.
Er erwischte nominell die schwerste Auslosungsgruppe, u.a. mit Ex-Weltmeister
und Weltranlgistenersten Jerome Thomas (Frankreich), Europameister und
Weltranglistendritten Georgy Balakshin (Russland), den Weltranglistenfünften
Violito Payla (Philippinen) oder den hocheingeschätzten Lokalmatador
Rau'shee Warren aus den USA (in Weltrangliste an Platz neun).
Gleich im Auftaktkampf
am Donnerstagabend MEZ wartet auf "Bebi" wie erwartet eine
harte Nuss. Er trifft auf den amtierenden Südamerikameister William
Urina Serna aus Kolumbien. Der Südamerikaner ist also kein unbeschriebenes
Blatt. Er belegte bei den Panamerikanische Spielen in diesem Jahr, damals
noch mit kubanischer Beteiligung, den fünften Rang und musste sich
nur dem späteren Sieger und Weltranglistenvierten Mc Williams Arroyo
(Puerto Rico) geschlagen geben. |
| 23.10.2007
- Chicago
Erstmals sind Boxfans in aller Welt "hautnah
am Ring" dabei! - Live-Scoring auf www.aiba.org machts möglich
- Detaillierte Punktwertungen werden erstmals veröffentlicht

Live
Scoring-Ausschnitt aus der Webiste www.aiba.org. Glückwunsch, Ronny's
Zimmerkollege Rustam Rahimov hat erfolgreich vorgelegt.
Zumindest in einem Punkt hat die AIBA mit ihrem Beschluss, eine offene
Wertung anzuwenden, voll ins Schwarze getroffen. Durch das Live Scoring
auf www.aiba.org kann jeder Boxfan sich ganz aktuell informieren. Aktueller
gehts nunmal nicht!
Die öffentliche
Wertung war eine längst überfällige Maßnahme der
AIBA, die mit Sicherheit auch beim IOC auf Zustimmung stößt.
Einerseits um eine vorbeugende Wirkung vor möglichen Manipulationen
bei den Referees zu erzeugen und andererseits als Service für die
Fans. Nicht anders als revolutionär ist es doch zu bezeichnen,
das jetzt sogar die ermittelten Punktstände eines jeden Punktrichters
als Ergebnisprotokoll im Internet einzusehen sind. Noch vor Monaten
ein völlig undenkbares Unterfangen, als die Geheimniskrämerei
noch Blüten trieb und selbst für die Monitore des Boxpointers
am Kampfrichtertisch wahre "Festungen" als Sichtschutz konstruiert
wurden. Bleibt nur zu hoffen, dass alle Beteiligten die neue Tendenz
zur Objektivierung der Ergebnisse und die Serviceoffensive sachlich
richtig einordnen und nicht zu ungewollten Aktionen ausnutzt.
Den Auftakt der deutschen Athleten macht heute Abend MEZ der Weltranglistenerste
und Vizeweltmeister Rustam Rahimov (- 54 kg) aus Velbert, der auf Jose
Geovanny Pantaleon aus Guatemala trifft. Mit vor Ort im UIC Pavillon
ist auch Ronny Beblik, der seinem Zimmerkameraden fest die Daumen drücken
wird. |
| 23.10.2007 - Chicago
Feierliche und stimmungsvolle Eröffnung
der WM ganz im Zeichen der Olympiabewerbung Chicagos - Box-WM
2009 wurde nach Mailand vergeben
Mit
einer Athletenprozession in der City von Chicago, einer beeindruckenden
Licht- und Lasershow fast olympischen Ausmaßes und einem Festakt
im Chicago Theatre für die 693 Athleten und die Delegationen aus
121 Ländern wurden gestern abend die 14. Box-Weltmeisterschaften
im Beisein von Boxlegende Muhammad Ali eröffnet. (links: Die
deutsche Delegation beim Einmarsch.)

Das größte Box-Event aller Zeiten beginnt heute mit der Auslosung
um 18 Uhr MEZ. Nur eine Zahl spricht Bände: In der Klasse - 64
kg stehen immerhin sage und schreibe 64 Athleten in der Starterliste.
Auf dem gestrigen AIBA-Kongress beschlossen die 195 Mitgliedsländer
eine Neuerung, die bereits bei diesen Titelkämpfen zur Anwendung
kommt. Alle Kämpfe werden offen gewertet.
Der AIBA-Kongress
vergab die Ausrichtung der WM 2009 ans italienische Mailand. Die Italiener
setzten sich gegen Mitbewerber Südkorea durch.
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| 23.10.2007
- Chicago
AIBA-Kongress beschließt einige
Änderungen - Kopfschutz steht unter "Bewährung"
- Rundenzeiten und Bewertungssytem unverändert

Am Montag fand in Chicago ein außerordentlicher AIBA-Kongress
unter Leitung des neu gewählten Präsidenten Chin-Kuo Wu (Taiwan)
statt.
Eine Vielzahl der von der AIBA-Reformkommission unter Leitung von IOC-Exekutivmitglied
Gerhard Heiberg (Norwegen) vorgelegten Vorschläge fanden aber keine
Zustimmung bzw. wurden vertagt. Dennoch verlieh AIBA-Präsident
Wu dem außerordentlichen Kongress einen historischen Stellenwert:
"Das ist der 1. Tag der neuen AIBA." Unterstrichen werden
diese Worte durch ein neues AIBA-Logo und den Relaunch der AIBA-Website
unter www.aiba.org.
Revolutionären Anstrich trägt allerdings auch der Vorschlag
Wu's, Amateure und Profis unter dem Dach der AIBA zu vereinigen. Zudem
ist angedacht, nach Wu's Vorstellungen bereits nach Olympia 2008, eine
eigene AIBA-Weltliga ins Leben zu rufen. Eine Kampfansage an den Profibereich,
denn die AIBA ist nun bestrebt, die olympischen Boxer länger unter
ihren Fittichen zu behalten. "Wir wollen ihnen sportliche und auch
finanzielle Perspektiven in der AIBA bieten", so Wu in Chicago.
Nach Angaben des Präsidenten des USA-Boxverbandes Tom Virgets will
die AIBA zwischen 200 und 300 Millionen Dollar in das Projekt investieren.
"Ich glaube, dass es viele Leute gibt, die hoffen, dass das gelingt",
so Virgets. Er fügte an, dass die Profi-Promoter würden absolut
nichts für den Sport tun würden und die gut ausgebildeten
Boxer nur für ihren persönlichen Gewinn ausnutzen.
Das Bestimmungen für Alterslimit der Kampfrichter wurde gelockert.
Deren Einschätzung soll jetzt verstärkt nach dem Leistungsprinzip
erfolgen, somit würden auch ältere Referees für ihre
Leistung belohnt.
Die von vielen Experten erwarteten Änderungen in Sachen Kopfschutz,
Bewertungssystem und Rundenzeiten blieben aus bzw. wurden verschoben.
Der Kopfschutz kommt unter "Bewährung", hier muss noch
das Urteil einer medizinischen Studie abgewartet werden. Sollte danach
ein positives Ergebnis zu Buche stehen, so könnte die Haube ohne
großen Zeitverzug fallen. Allerdings steht dafür noch kein
Zeitpunkt fest.
(Quelle: Chicago Tribune)
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| 22.10.2007
- Chicago
It's bout time! - Ronny Beblik guter Dinge
vor WM-Eröffnung: "Endlich gehts los."
Das
lange Warten hat ein Ende. Heute Abend MEZ wird mit der 14. Box-WM das
größte Box-Event aller Zeiten in Chicago eröffnet. Nicht
nur für unseren "Bebi" wird es eine besondere Herausforderung,
auch für die Milllionenmetropole am Michigansee ist es eine ganz
besonderer Höhepunkt. Es wird mit weit über 1000 Sportlern,
Trainern und Offiziellen ein echter Test im Hinblick auf die Olympiabewerbung
Chicagos für das Jahr 2016. Bereits im Jahr 2009 steht die Entscheidung
des IOC an und somit wird sich die Stadt alle Mühe geben, trotz
nur sechsmonatiger Vorbereitungszeit eine tolle WM auf die Beine zu
stellen.
So muten die Fakten schon gigantisch an. Alle Teilnehmer sind, ähnlich
eines olympischen Dorfes, in einem noblen Chicagoer Hilton-Hotel untergebracht.
Die WM wird von über 1200 freiwilligen Helfern und 100 ehrenamtlichen
Dolmetschern unterstützt. Allein für die Eröffnungsprozession
in der State Street muss die Straße vier Stunden gesperrt werden
und 20 Buslinien müssen umgeleitet werden. Das WM-Budget wird zwischen
3 und 5 Millionen Dollar geschätzt. Genauere Angaben gibt es noch
nicht.
Der
UIC-Pavillon fasst ca. 5000 Zuschauer und bietet beste Bedingungen.
Dort befinden sich nicht nur die zwei Wettkampfringe (ab Halbfinale
wird nur noch in einem Ring geboxt) und alle notwendigen Einrichtungen,
sondern er ist gleichzeitig die Trainingsstätte während der
WM-Tage. Es stehen neun Trainingsareale zur Verfügung, in welche
sich die über 100 Teams hineinteilen müssen. Eine anspruchsvolle
Aufgabe auch an die Logistik, denn der Bus-Shuttle muss für die
2-Meilen (ca. 3 km) vom Hotel zur Halle reibungslos funktionieren. Käme
ein Boxer zu spät zum Wettkampf, so würde dies das Ausscheiden
bedeuten.
Doch all das interessiert Ronny nur am Rande. Er ist voll auf die bevorstehenden
Wettkämpfe fokussiert und freut sich, dass es nun endlich los geht.
"Bisher lief alles gut und wir fühlen uns wohl. Die Organisation
klappt prima, nur das Essen könnte etwas vielseitiger sein",
berichtete Ronny. Beeindruckt ist unsere 1,64m kleine "Fliege"
auch von der Skyline Chicagos: "Wenn du hier durch die Straßen
gehst, kommste dir ganz klein vor." Die sieben Stunden Zeitumstellung
hat er mittlerweile auch gut überstanden, die körperliche
Flaute nach dem dritten Tag ist vorbei. Erster Spannungspunkt wird die
morgige Auslosung sein, nach der er im ungünstigsten Falle bereits
am gleichen Tage in den Ring klettern könnte.
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18.10.2007 - Chicago
Boxgeschichte wiederholt sich in Chicago
- "Chemnitzer Flair" in WM-Metropole - Ronny Beblik erlebt
Neuauflage der Box-Prozession
Das
sächsische Chemnitz gab eine Steilvorlage für die Millionenmetropole
Chicago. Die Eröffnung der 14. Box-WM in Chicago verspricht spektakuläre
und bisher "einmalige" Züge zu tragen.
Die Bevölkerung der drittgrößen Stadt der USA, die sich
für die Austragung der Olympischen Spiele 2016 bewirbt, ist eingeladen
zur öffentlichen "Athleten-Prozession" der nahezu 700
Boxer aus über 120 Ländern (Quelle: http://www.worldboxingchicago.org),
mit der das Weltchampionat am 22. Oktober auf State Street eröffnet
wird.
Um 23 Uhr MEZ (Ortszeit 16 Uhr) wird sich der Koloss des bisher größten
Box-Events aller Zeiten am Palmer House Hilton in Bewegung setzen. Der
Marsch zum Chicago Theatre trägt jedoch nur für eine Weltmeisterschaft
Premierencharakter.

Unser Chemnitzer WM-Starter Ronny Beblik (2. v. links) führte
zusammen mir dem heutigen Deutschen Vizemeister Robin Zipper (ganz links)
und BCC-Präsident Wolfgang Koß (links Bildmitte) im Jahre
2003 den Eröffnungsumzug der Junioren-DM in Chemnitz an.
Wie das obige Foto aus dem Jahre 2003 zeigt, erwiesen sich die Organisatoren
des BC Chemnitz 94 als "Vorreiter" dieser Idee. Damals wurden
die 55. Deutschen Juniorenmeisterschaften am 1. Mai ebenfalls mit einem
Marsch der Teilnehmer durch die Chemnitzer Innenstadt eröffnet,
zu dem die Boxfans eingeladen waren.
Für unseren "Bebi" kann die WM-Prozession nur eine Extra-Motivation
darstellen, führte er doch damals den DM-Zug nicht nur durch die
Chemnitzer Innenstadt an. Er war auch erstmals bei den Junioren im Seilquadrat
der deutsche "Lokführer" im Halbfliegengewicht. Seitdem
holte er immerhin unangefochten drei Deutsche Männertitel im Halbfliegen-
und Fliegengewicht. |
| 16.10.2007
- Frankfurt/.M.
Daumendrücken für Ronny Bebliks
großen WM-Traum - Heute Abflug ins "Land der stinkenden Zwiebeln"
14
Wochen harter Vorbereitung sind Vergangenheit. Heute fliegt Ronny Beblik
mit der zehnköpfigen deutschen Staffel zur 14. Box-WM nach Chicago.
Der 21-jährige "Shooting star" der deutschen Staffel,
der in allen sieben WM-Vorbereitungskämpfen unbesiegt blieb und
viel Expertenlob einheimsen konnte, ist froh, dass es nun bald los geht.
"Ich bin gut in Schuss, auch meine Zahn-OP habe ich gut überstanden",
sprüht er vor Optimismus und Selbstvertrauen.
Hier zeigt sich, dass auch die Zusammenarbeit mit einem Sportspychologen
Früchte getragen hat. "Ich gehe von Beginn an konzentrierter
in den Kampf. Das liegt aber auch daran, dass ich vorm Kampf ruhiger
geworden bin und mich nur noch um das Wesentliche kümmere",
erklärt er ein paar "Geheimnisse" seiner tollen Entwicklung
im letzten halben Jahr.
Dennoch wird es sehr schwer werden, das große Ziel Olympiaqualifikation
zu erreichen. Notwendig wäre dazu ein Platz in der Runde der besten
acht. Derzeit an Weltranglistenposition 17 stehend, müsste also
alles ideal für Ronny laufen. Bei über 30 Startern in der
Gewichtsklasse wird schon viel von der Auslosung am kommenden Dienstag
abhängen. Volle Konzentration wird ebenso vonnöten sein, da
im 5000 Zuschauer fassenden UIC Pavillon in Chicago bis zum Viertelfinale
in zwei Ringen geboxt wird. Am Daumendrücken der Wölfe-Fans
zu Hause dürfte es aber nicht mangeln.
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